Das sind die neuesten MA-Zahlen
 

Das sind die neuesten MA-Zahlen

Media-Analyse 14/15 veröffentlicht - '#Ich' und 'Look! Salzburg' sind neu dabei - Die Daten sind mit den Vorjahren nicht vergleichbar - 70,9 Prozent der Österreicher waren "gestern" im Internet

Die neuesten Zahlen der Meda-Analyse (MA) sind nicht mit den Daten früherer Erhebungen zu vergleichen. Grund dafür ist die Methodenumstellung von 2014, "die sowohl das Sampling als auch die Erhebung betrifft". Dennoch gibt es auch bei der neuesten Erhebungen interessante Zahlen zu sehen. Doch kommen wir erst einmal zu den Neueinsteigern: Das Supplement "#Ich" sowie das Gratis-Magazin "Look! Salzburg" wurden heuer erstmals erhoben. Weitere Änderungen: Das zweiwöchige Magazin "E-Media" wurde bis Mai 2015 in der Kategorie "14-täglich", und wird ab Juni 2015 nun in der Kategorie "monatlich" erhoben. Und auch "Tips NÖ" wurde bis Februar 2015 in der Kategorie "14-täglich" erhoben, seit März 2015 erscheint das Blatt "14-täglich" und "monatlich". 

Nicht mehr durch die MA gemessen werden die im Sommer durch die Styria eingestellte "Sportwoche" sowie das Magazin "Naturlust" der Mediengruppe Österreich, das "erforderliche Auflagenzahlen nicht beigebracht" habe, heißt es seitens der MA.

Zu den aktuellen Erkenntnissen aus der MA:

69 Prozent der Österreicher über 14 Jahre lesen täglich Zeitung in Papierform. Der Wert, er war auch schon einmal höher, beweist: Die Österreicher lesen nach wie vor gerne Zeitung. Ganz vorn steht einmal mehr die "Kronen Zeitung", die von knapp 2,3 Millionen Österreichern gelesen wird (Reichweite: 32,2 Prozent) - sie ist somit national und in den Bundesländern Niederösterreich, Burgenland und Oberösterreich auf Rang eins der Kauf-Tageszeitungen.

Auf den Plätzen hinter der "Krone" liegen "Heute" (gratis) mit 951.000 Lesern (13,1 Prozent), "Kleine Zeitung" (gesamt) mit 831.000 Lesern (11,4 Prozent) sowie das Gratis-Blatt "Österreich" (8,6 Prozent) und der "Kurier" (8,1 Prozent). "Der Standard" und "Die Presse" erreichen 5,5 und 4 Prozent Reichweite. 

Die Zahlen für Wien



Die Gratiszeitung "Heute" kommt in Wien auf 32,3 Prozent Reichweite und 487.000 Leser - Platz eins unter den Tageszeitungen. Dahinter rangiert die "Krone" (25,4 Prozent) gefolgt von "Österreich " (18,9 Prozent) und dem "Kurier" (15,1 Prozent). "Der Standard" und "Die Presse" erreichen in der Bundeshauptstadt ihre Höchstreichweiten mit 10,6 und 7,2 Prozent. 

Weitere Erkenntnisse aus Wien: Das "WirtschaftsBlatt" kommt auf 1,4 Prozent Reichweite. Stark gelesen werden zudem die Gratistitel "Wiener Bezirksblatt" (35,6 Prozent), die "Wiener Bezirkszeitung" (26,8 Prozent) und das "VorMagazin" (15,3 Prozent).

Starke Bundesländerzeitungen



Die Reihe der Bundesländerzeitungen schneidet national und im eigenen Bundesland durchwegs stark ab: Allen voran ist die "Kleine Zeitung" zu erwähnen, die österreichweit wie oben bereits erwähnt auf 11,4 Prozent Reichweite, in der Steiermark auf 50,8 Prozent ("Krone": 36,0) und 536.000 und in Kärnten auf 49,8 Prozent Reichweite  oder 238.000 Leser ("Krone": 39,7) kommt. Auch Die "OÖN" erreichen in ihrem Heimatbundesland 28,2 Prozent der Leser über 14 Jahre ("Krone": 35,4 Prozent), die "Salzburger Nachrichten" 37,3 Prozent ("Krone": 36,5 Prozent), die "Tiroler Tageszeitung" kommt auf 45,3 Prozent und 279.000 Leser in Tirol ("Krone": 30,7). Den "Vorarlberger Nachrichten" werden mit 49,7 Prozent im Ländle ausgewiesen, die "Neue Vorarlberger TZ" 11,2 Prozent wochentags, letztere ist traditionell mit ihrer Wochenendausgabe sehr stark mit 24,1 Prozent. 

Eine Entwicklung, die sich in den letzten Jahren verstärkt hat: Am Wochenende erreichen fast alle Tageszeitungen mehr Leser als unter der Woche. Das bestätigt die MA einmal mehr. Reichweitenriese bleibt die "Krone Bunt" am Sonntag mit 39,8 Prozent Reichweite und 2,9 Millionen Lesern.

Bei den Supplements liegt "tele" mit 1,48 Millionen Lesern und 20,4 Prozent Reichweite wieder deutlich auf dem ersten Platz, aber auch "Freizeit Kurier" holt gute 544.000 Leser ab und hat 7,5 Prozent Reichweite 2014/15. Neu in diesem Bereich ist das Magazin "#Ich", das bei seiner ersten Erhebung auf 41.000 Leser und 0,6 Prozent kommt - ein Medium aus dem Red Bull Verlag, das auch am Kiosk erworben werden kann. 

RMA bleibt ein wichtiger und starker Player am Markt



Bei den regionalen Wochenzeitungen zeigen sich die Regionalmedien Austria weiterhin stark und kratzen erneut an der 50-Prozent-Reichweitenmarke. Diesmal sind es 49,1 auf nationaler Basis, das entspricht 3,58 Millionen Lesern.

Die "NÖN" erreichten national 7,8 Prozent Reichweite, in NÖ selbst sind es 36,6 Prozent, die "BVZ", ebenso aus dem NÖ Pressehaus, kommen auf 1,7 Prozent national bzw. 40 Prozent im Heimatbundesland. Die "Salzburger Woche" hat auch einen nationalen Wert: 3,4 Prozent Reichweite, 47,2 Prozent und 215.000 Leser sind es im ausgewiesenen Zeitraum in Salzburg. 

Gratis im Bundesland



In den Bundesländern (NÖ, Burgenland, Salzburg, Tirol) sind die "Bezirksblätter" (zwischen 50,0 (NÖ) und 68,0 (Bgl.) Prozent) stark, in der Steiermark und in Kärnten lesen außerdem mehr als die Hälfte der Bevölkerung "Meine Woche" (54,9 bzw. 52,9). Auch in OÖ sind die Gratiswochenzeitungen "Bezirksrundschau" und "Tips" gern gelesen: 56,0 respektive 63,8 Prozent Reichweite. Die "TT Kompakt" kommt in Tirol auf 9,0 Prozent. In Vorarlberg sind "Wann & Wo" (Kombi: 65,2) sowie die "Regionalzeitungen Vorarlberg" (42,7) in der Bevölkerung präsent. 

Der Magazinmarkt



Auch ein Blick in die Magazinlandschaft offenbart Entwicklungen. So kommt das Nachrichtenmagazin "News" auf 5,8 Prozent Reichweite bei 422.000 Lesern, das "profil" holt 4,6 Prozent Reichweite während "Format" bei 1,8 Prozent steht. Der "Falter" erreicht national 104.000 Leser bzw. 1,4 Prozent Reichweite.

Die Fernsehzeitschrift "tv-media" aus der Verlagsgruppe News kommt auf 722.000 Leser bzw. 9,9 Prozent Reichweite, die "Ganze Woche" holte 10,5 Prozent. Weitere Titel: "Gusto" erreichte 7,9 Prozent, "Woman" 6,3, "autorevue" 3,8 und der "Trend" 2,7 Prozent. "E-Media" kam auf 2,3 Prozent.

Nun zu den Titeln der Styria Mulitmedia, von denen inzwischen einige verkauft oder komplett eingestellt wurden: Das "Sportmagazin" erreichte 3,0 Prozent Reichweite, "Diva" holte 1,0 Prozent und "Miss" kam auf 2,1 Prozent. Das stärkste der Magazine bleibt die "Wienerin" mit 3,3 Prozent Reichweite. Das von der der Styria verkaufte "Motorradmagazin" erreichte respektable 1,6 Prozent bei 117.000 Lesern. Der ebenfalls verkaufte "Wiener" steht bei 1,7 Prozent.

Gute Zahlen gibt es für die Titel des Red Bull Medienhauses: "The Red Bulletin", als Beilage sowie am Kiosk erhältlich, erreicht monatlich 11,3 Prozent Reichweite, "Servus in Stadt & Land" kommt sogar auf noch etwas bessere 12,1 Prozent und das "Seitenblicke Magazin" steht bei 2,8 Prozent.

Weitere Magazine



Hier weitere Magazine und ihre Reichweiten im Segment Auto: Das Gratis-ÖAMTC-Mitgliedermagazin "Auto Touring" erreicht 25,0 Prozent, "Freie Fahrt" (ARBÖ) und "Alles Auto" erreichen 4,8 und 3 Prozent der Leser.

"complete", das Magazin der Visa Card, erreicht 7,2 Prozent, die "Welt der Frau" 2,8 und Gruner+Jahrs "Eltern" 2,3 Prozent, "Schöner Wohnen" mit 3,8 und "Geo" 7,1 Prozent. Die "ORF Nachlese" erreicht 5,7, das Wirtschaftsmagazin "Gewinn" 3,2 Prozent und der neun Mal jährlich erscheinende "TopGewinn" 1,3 Prozent. "Medizin populär" hatte 2014/15 3,4 Prozent Reichweite.

Das "Weekend Magazin" (gratis) ist sehr stark mit 14,2 Prozent Reichweite. Ebenso in der MA erhoben werden "Gesünder Leben" (gratis) mit 2,9, "Skip" (gratis) mit 4,2 und "Falstaff" (gratis) mit 2 Prozent.

Bundesländerinnen



Die Gratistitel des bundesländerweiten Magazinrings ("Wienlive Look" - 1,9 regional, "Die Steirerin" - 5,1,  Die "OÖin" - 7,2, "Die Vorarlbergerin" - 9,5, "Die Tirolerin" - 10,8, "Kärntner Monat" - 10,8, "Die Niederösterreicherin" - 2,4, "Die Burgenländerin" - 5,9 Prozent) sind nun mit "Look! Salzburg", das 1,1 Prozent Reichweite erzielt, vollständig.

Infoscreen & Internet



Neben den vielen Print-Titeln werden auch Infoscreen und "das" Internet in der MA erhoben. Infoscreen erreichte in den vergangenen sieben Tagen in U-Bahnen und U-Bahnstationen 14 Prozent oder 1,02 Millionen Österreicher. In Straßenbahnen und Bussen waren es ebenfalls 14 Prozent in sieben Tagen.

70,9 Prozent der Österreicher waren "gestern" im Internet, das sind mehr als 5 Millionen Menschen. "Letzte Woche" waren es 81,9 Prozent der Österreicher über 14 Jahre. Die Internetnutzung selbst erfolgt zumeist noch über stationäre Geräte wie PC und Laptop - 77,6 Prozent. Aber Handys und Smartphones holen weiter auf und kommen schon auf 56,2 Prozent Reichweite.

Es dürfte wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis die mobilen Geräte die stationären überholen. Auf einem Tablet, in der MA gesondert ausgewiesen, surfen 23,1 Prozent der Österreicher, immerhin 7 Prozent nutzen ein internetfähiges TV-Gerät.

Mehr zur MA lesen Sie im Dossier in der HORIZONT-Ausgabe 43/2015, die am 23. Oktober erscheint. Hier geht's zur Abo-Bestellung.

(red)
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