Das „Schlechteste im Fernsehen“ wird prämiert...
 

Das „Schlechteste im Fernsehen“ wird prämiert

Verein zur Förderung gemeinwohlorientierter Qualität verleiht im Mai erstmals den Preis "Der gute Wille" und setzt dabei auf konstruktive Kritik statt auf Bashing

Kommenden Mai verleiht der Verein zur Förderung gemeinwohlorientierter Qualität (VFGQ), dessen Mitglieder allesamt im Medienbereich tätig sind, erstmals den Preis „Der gute Wille“ in fünf verschiedenen Kategorien. „Die schlechteste Leistung im Fernsehen“ nach männlichen und weiblichen Protagonisten, „die schlechteste Fernsehsendung im Bereich Information“, „die schlechteste Fernsehsendung im Bereich Unterhaltung“ und das generell „Schlechteste im Fernsehen“ – das sind vielleicht nicht unbedingt Lorbeeren, mit denen sich österreichische Medienschaffende schmücken wollen. Aber: Der Jury-Preis soll nicht als bloße Kritik verstanden werden, sondern würdigen, dass die Nominierten beziehungsweise Preisträger ihr Bestes getan haben, wenngleich Verbesserungsbedarf besteht.

Leistungen mit Luft nach oben

Michael Gaissmaier, Generaldirektor des VFGQ über den neu ins Leben gerufenen Award: „Wir glauben fest daran, dass alle Nominierten ihr Bestmögliches geben. Dennoch gibt es manchmal offensichtlich noch ein bisschen Luft nach oben”. „Der gute Wille“-Preis soll aufzeigen, welche Personen beziehungsweise Formate „mit dieser Luft vielleicht am großzügigsten ausgestattet sind“ und als konstruktive Kritik dienen, so Gaissmaier. Nominiert werden dabei nur Inhalte der Sender ORF eins, ORF 2, ORF III, ORF Sport Plus, ATV, PULS 4, Servus TV und 3sat – sprich jene Kanäle, die in Österreich nahezu flächendeckend zu empfangen sind.

Unabhängige Jury entscheidet


Über die Vergabe des Preises entscheidet eine unabhängige Jury, bestehend aus Vertretern heimischer Medienhäuser – mit dabei sind etwa Maria Dorner („Heute“), Bernhard Flieher („Salzburger Nachrichten“), Doris Knecht (Kolumnistin und Schriftstellerin), Julia Pühringer („Tele“), Christian Schachinger („Der Standard“), Peter Slavin („TV-Media“), Ljubisa Tosic („Der Standard“) und Christian Ude („Kleine Zeitung“). Die konkreten Nominierungen stehen noch nicht fest.
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