Das plant der ORF zur Fußball-EM
 

Das plant der ORF zur Fußball-EM

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Noch steht das Studio in Paris nicht, der ORF behilft sich daher mit einer Fotomontage. Angelehnt ist es aber an das Champions-League-Studio.
Noch steht das Studio in Paris nicht, der ORF behilft sich daher mit einer Fotomontage. Angelehnt ist es aber an das Champions-League-Studio.

Ein Studio mit Blick auf den Eiffelturm, ein altbekanntes Team und Gesamtkosten von etwa 16,7 Millionen Euro. Die Details zur EM im ORF...

Wenn zwischen dem 10. Juni und 10. Juli die Fußball-EM in Frankreich stattfindet, herrscht im österreichischen TV Ausnahmezustand. ORF eins wird die besten Quoten seit Langem einfahren - dafür muss man kein Hellseher sein. Nun hat der Sender einen Einblick in seine EM-Pläne gegeben. Im Mittelpunkt der Berichterstattung rund um das Turnier steht das Studio an der Fanmeile in Paris mit Blick auf den Eiffelturm.

ORF eins überträgt, bis auf sechs Parallelspiele am Ende der Gruppenphase, die man an ATV sublizenziert hat, alle Partien live. Die tägliche Live-Berichterstattung startet immer schon um 12 Uhr mit der Pressekonferenz des Nationalteams. Insgesamt, so der ORF, biete man pro Tag zwölf Stunden Live-Berichte während der EM. Bereits in der Früh gibt es in ORF 2 eine Sendung mit den Highlights des Vortages. Insgesamt spricht der ORF von 250 Stunden Live-Fußball während des Turniers. 


"Das Geld ist gut investiert"


Kommentiert werden die Spiele von Oliver Polzer, Thomas König, Boris Kastner-Jirka, Michael Roscher, Dietmar Wolff und Michael Bacher - sie waren schon während der Weltmeisterschaft in Brasilien im Einsatz. Als Moderatoren im Studio in Paris und in der Außenstelle beim ÖFB-Medienzentrum melden sich Rainer Pariasek, Bernhard Stöhr und Alina Zellhofer. Und natürlich wird auch Herbert Prohaska als Experte mit dabei sein. Kristina Inhof, Peter Brunner, Roland Hönig, Toni Oberndorfer und Caroline Pflanzl sind als Reporter unterwegs. Bei strittigen Situationen greift das ORF-Team auf Schiedsrichter Thomas Steiner zurück, der in Wien alle Spiele beobachtet.


Die EM wird auch in den ORF-Radios und online eine wichtige Rolle spielen. So wird es  Live-Schaltungen bei Ö3 geben, zwei ORF.at-Sportredakteure reisen zudem durch Frankreich und berichten von vor Ort. In Österreich selbst wird es mehr als 370 Public-Viewing-Zonen geben, bei denen die Menschen gemeinsam die Spiele schauen können. Die größten davon sind am Wiener Rathausplatz, an der Strandbar Herrmann, an der WUK in Wien sowie in allen großen Städten des Landes (Volksgarten Salzburg, Fußgängerzone Eisenstadt, Neuer Platz Klagenfurt, Dornbirn etc.)

Insgesamt wird sich der ORF die EM, Rechtekosten und Produktion zusammengerechnet, 16,7 Millionen Euro kosten lassen. "Das Geld ist gut investiert", sagte Finanzchef Richard Grasl im November 2015 bei der Präsentation des Budgets für das laufende Jahr

Dokus und Shows zur Einstimmung

Noch vor der EM, ab dem 18. Mai nämlich, zeigt der ORF im Fernsehen Dokus, Comedy-Sendungen, Shows und Fiktionales rund um das Turnier in Frankreich, die entweder den Fußball oder das Gastgeberland thematisieren. Mit dabei sind hier zum Beispiel drei Dokumentationen, in denen jeweils vier Spieler des Nationalteams porträtiert werden. Am 27. Mai folgt eine "Wir sind Kaiser"-Sonderausgabe und auch in "Was gibt es Neues?" dreht sich an diesem Tag alles rund um König Fußball. Am 8. Juni will Hanno Settele schließlich die Frage beantworten, warum der Fußball eine solche Euphorie auslöst wie er das derzeit tut. 

Weitere Sendungen rund um die EM sind eine Sonderausgabe der "Millionenshow" (6. Juni), eine Fußball-Woche bei "Frisch gekocht" sowie die "Weltjournal"-Sendung mit dem Titel "Mein Paris - Zwischen Terrorangst und Fußballfieber", in der Frankreich-Korrespondentin Eva Twaroch der Frage nachgeht, inwieweit die Terroranschläge in der jüngsten Vergangenheit das Land verändert haben. 

ORF-Team ist "gut trainiert"

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz sieht die ORF-Mannschaft gut aufgestellt, "um den Fans jenes trimediale Fußballfest zu bieten, das der Jubelstimmung rund um die Nationalmannschaft gerecht wird. Von der Pressekonferenz bis zum Spiel immer hautnah am Team dran – dieses erstklassige Service bietet nur der ORF seinem Publikum. Nun heißt es Daumen halten und mitfiebern." Fernsehchefin Kathrin Zechner sagt, die Zuschauer vor den TV-Geräten werden sich "von unserem Programm mitreißen und begeistern lassen". 

ORF-TV-Sportchef Hans Peter Trost sieht sein Team "gut trainiert, aufgestellt und bereit für die Aufgaben. Unsere Mann- und Frauschaft hat dazu die Kondition für die eine oder andere Verlängerung – hoffentlich auch, was die Präsenz des Nationalteams in Frankreich betrifft."


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