Das KfJ rügt: Journalistenausbildung wird suk...
 

Das KfJ rügt: Journalistenausbildung wird sukzessiv „ausgehungert“

Vorstand fordert von Regierung den versprochenen Ausbau ein.

Wenigstens zehn Prozent jenes Betrags aus Steuermitteln, mit dem die politische Bildungsarbeit der Parteien  finanziert wird, fordert der Vorstand des Kuratoriums für Journalistenausbildung (KfJ) zur Förderung der Journalistenausbildung. Der KfJ-Vorstand verweist dazu auf das Regierungsprogramm der Koalition, in dem der Ausbau der Qualitätsförderung und Zukunftssicherung – insbesondere der JournalistInnenausbildung – ausdrücklich angestrebt wird.

Die Journalistenausbildung wird aus dem Fördertopf der Qualitätsförderung und Zukunftssicherung unterstützt. Die Kürzung der Presseförderung um fast 14 Prozent bis zum Jahr 2014, von der auch dieser Topf nicht ausgenommen ist, stehe in eklatantem Widerspruch zum Regierungsprogramm. Schon jetzt betrage der Förderungsbetrag dafür nur knapp über fünf Prozent jener Mittel, die für die Bildungsarbeit an die Parteien überwiesen würden. Dies sei ein Missverhältnis, welches die politischen Bekenntnisse zur Qualitätsförderung im Journalismus als unglaubwürdig erscheinen ließen.

Der KfJ-Vorstand betont, dass das Angebot an Aus- und Weiterbildung hinsichtlich Profil und Umfang durch die Kürzungen erheblich gefährdet sei, weil sie eine Einschränkung des Spektrums an Seminaren und Workshops erzwinge. Schon jetzt sei die Situation extrem angespannt, weil seit Jahren keine Valorisierung stattgefunden habe.

Man habe die Bundesregierung daher aufgefordert, ihre demokratie- und medienpolitische Verantwortung ernst zu nehmen und vom sukzessiven „Aushungern“ der Journalistenausbildung im Rahmen der parlamentarischen Budgetberatungen Abstand zu nehmen.
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