Das Kabel-TV-Symposion erlebt seine 8. Auflag...
 

Das Kabel-TV-Symposion erlebt seine 8. Auflage

"Die neuen Wege im Kabelnetz" wollen die Kabelnetzbetreiber beim achten Kabel-TV-Symposium in der Steiermark erörtern.

Am Mittwoch, 17. Oktober, und Donnerstag, 18. Oktober 2001, treffen sich in Fohnsdorf in der der Steiermark die Kabelnetzbetreiber zu ihrem achten Symposium, das unter dem Motto "Hören - Sehen" steht. Die zwei Tage werden ganz im Zeichen des gesetzlichen Umfelds und neuer technischer Möglichkeiten stehen. Dr. Alfreda Bergmann-Fiala (UPC Telekabel und Vorsitzende der Berufsgruppe Kabel-TV in der Wirtschaftskammer) wies bei einer Pressekonferenz zur Ankündigung der Veranstaltung auf die verschlechterten gesetzlichen Rahmenbedingungen für Kabelnetzbetreiber hin. "Das gesetzliche Umfeld erschwert unsere Tätigkeit enorm", meinte sie.



Vor allem das Urheberrecht, für das die Netzbetreiber schon seit Jahren einen One-Stopp-Shop fordern, muss bis November 2002 durchgekämpft sein. Das neue Privat-TV-Gesetz bürdet den "Kablern" auch eine neue must-carry-Bestimmung auf, die auf fünf Kanäle erweitert worden ist. Fiala: "Bisher war man nur zur Verbreitung von ORF 1 und ORF 2 verpflichtet."



Symposium-Veranstalter Ing. Walter Winter, Kabel-TV Aichfeld, sieht nur die Chance, gemeinsam die anstehenden Probleme zu lösen. Ein weiterer Punkt, der die Zukunft des Kabel-TV in Österreich bestimmen wird, ist Interaktivität und neue Dienste. Robert Bammer, Vorstandsmitglied der niederösterreichischen Kabelsignal sieht daher Kooperationen als unumgänglich. Vor allem im Breitband-Bereich seien wegen der hohen Übertragungsgeschwinidgkeit noch genügend Entwicklungsmöglichkeiten gegeben. Im TV-Bereich wird es dagegen knapp: Die analogen Kanäle - durchschnittlich 32 bis 40 - sind weitgehend belegt. Darum geht das Ansinnen der Kabelbetreiber in Richtung "Offene Plattformen". Wo es allerdings noch immer an einem einheitlichen, europäischen Standard mangelt. Laut Winter muss es künftig Einkaufsgemeinschaften geben, um die teuren Content-Kosten zu bewältigen. Auch der Zusammenschluss von Netzen ist technisch kein Problem mehr. Kompliziert dabei ist nur die Kette von Partnern, die sich ein "Groscherlgeschäft" teilen müssten.



Stolz ist man bei den Kabelbetreibern auf den Umstand, dass bereits 64 Prozent der erreichten Haushalte zweiweg-tauglich sind.

(gk)

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