,Das ist die Antwort auf Apples iAd‘
 

,Das ist die Antwort auf Apples iAd‘

Mit ‚Yoc Ad Plus‘ möchte Yoc, Anbieter von Mobile Marketing, mobile Werbung europaweit auf eine neue Ebene hieven – multimediale Werbung wird direkt in Smartphone-Apps eingebettet.

Es soll ein großer Wurf werden. Dementsprechend streng ist die Geheimhaltung vor dem Start. Ausgewählte Branchenmedien erhielten Vorab-Informationen nur unter der Bedingung unterzeichneter Geheimhaltungs-Erklärungen. Die Yoc AG (www.yoc.com), laut Eigendefinition Europasgrößter Mobil-Vermarkter, gab am Freitag, dem 3. September, in ihrer Berliner Zentrale den Start von „Yoc Ad Plus“ bekannt.

Was dahinter steckt? Geht man von den Präsentationsunterlagen aus, handelt es sich hierbei um die Antwort auf Apples System für mobile Werbung namens iAd, also ein System, mit dem die Yoc AG „mobile Werbung auf einen eue Ebene katapultieren“ möchte. Und so begann die Präsentation von Yoc Ad Plus mit einem passenden Zitat von Thom Kennonen, dem Vice Presidentder Dialogagentur Wunderman in New York: „iAd hat Potenzial, ein Medium zu werden, das das Spiel verändert. Ich glaube nur, dass sie (gemeint ist Apple, Anm.) die Art und Weise, wie sie es verkaufen, überdenken sollten. Der geschlossene Blackbox-Ansatz in Bezug auf Kreation, Produktion, Verbreitung und Messbarkeit wird irgendwie immer problematisch bleiben.“ Genau hier hakt Yoc ein und verspricht: „Wir haben uns das Business-Modell angesehen. Und wir haben keinen ,Walled Garden‘ und keine Blackbox.“

Werbung in Apps integriert
Was also ist Yoc Ad Plus? Es ist ein Werbesystem für mobile Endgeräte, und zwar für solche, auf denen Applikationen,so genannte Apps, ausgeführt werden können. Yoc Ad plus ermöglicht so genannte „Rich Media Ads“, also in Apps eingebettete Werbung, die um multimedialen Content angereichert ist, beispielsweise Videos, 360-Grad-Ansichten, Diashows, Anbindung an soziale Netzwerke, animierte Menüs und so weiter. Der Übergang von der Applikation zum Werbeinhalt ist dabei fließend. Ausgelöst wird die neue mobile Werbung durch einen Klick auf ein Werbebanner in der App. Anschließend gelangt der User nicht wie heute üblich auf eine Website im Browser, sondern auf eine eigens gestaltet Werbeform innerhalb der ursprünglichen App, auf die er jederzeit zurückgreifen kann.

Wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu iAd: Yoc Ad Plus ist für sämtliche Betriebssysteme konfiguriert. Es kommt zunächst zwar nur auf iPhones und iPads zum Einsatz, noch im Herbst 2010 wird es aber auch für Android-Applikationen zur Verfügung stehen. Darin sieht Yoc den zentralen Unterschied zu Systemen wie Apples iAd oder Googles AdMob. Weitere Unterscheidungsmerkmale laut Yoc: Die Möglichkeit des Targetings, etwa nach Ort, Alter, Geschlecht, Zeit oder Content, sowie die eigenständige Überprüfung und Optimierung bestehender Werbekampagnen mit Mess-Tools, die dem Auftraggeber zur Verfügung stehen.Yoc-Vorstandsvorsitzender Dirk Kraus: „Mit keinem bisherigen mobilen Werbemittel lässt sich die Zielgruppederart in die Marken-Kommunikation einbinden und damit emotionalisieren.“

Für Einsteiger und Fortgeschrittene

Und was kostet der mobile Werbespaß? In den Präsentationsunterlagen finden sich für den deutschen Markt drei Angebote für die Erstellung der Werbepakete, von einem Einsteigermodell um 6.800 Euro, bestehend aus Landingpage, der Einbettung eines Videos und Kontaktmöglichkeit, bis hin zum Paket „Superior“ um 15.500 Euro mit animierter Menüführung,360-Grad-Ansicht, Social-Community-Anbindung, Videos, Slideshows und anderen Extras.

Welche Apps hat Yoc zum Start im Portfolio? Österreich-Geschäftsführer Matthias Shodits nennt sie: derStandard.at, wetter.com und sportnet.at sind von Anfang an dabei. „Und viele weitere sind in Verhandlung“, sagt Schodits.
Ist Yoc Ad Plus also die europäische Antwort auf Apples iAd? Schodits sagt ganz deutlich „Ja“ und erklärt auch,weshalb das aus seiner Perspektive so ist: „Aus österreichischer Sicht hat das Format Yoc Ad Plus einen hohen Stellenwert als Alternative zu Apples iAd. Da Österreich aus US-amerikanischer Perspektive ein sehr kleiner Markt ist, wird iAd in Österreich voraussichtlich keine wirklich relevanten Umsätze für Publisher und App-Entwickler bringen. Hier können wir als Unternehmen mit lokal angesiedeltem Verkaufsteam voll punkten.“
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