Das Hick-Hack um Zinggl geht los
 

Das Hick-Hack um Zinggl geht los

Die Grüne Wirtschaft bezichtigt den künftigen ORF-Enterprise-Chef als Ämterkumulierer und meint, "Walter Zinggl darf nicht Chef der Werbewirtschaft werden".

"Das Gerangel um die Nachfolge von Fritz Karmasin als Chef der Werbewirtschaft hat einen skurrilen Höhepunkt erreicht", formuliert Volker Plass, Vorsitzender der Grünen Wirtschaft und Ausschussmitglied der Fachgruppe Werbung in der Wirtschaftskammer Wien, in einer Aussendung. Nachdem Zinggl am kommenden Montag (18. März 2002) vom ÖVP-Wirtschaftsbund als neuer Obmann der Wiener Fachgruppe präsentiert werden soll und in der Folge auch die Führung des bundesweiten Fachverbandes übernehmen hätte sollen, so Plass, sei "der zukünftige 'Mister Werbung' während der letzen Wochen offenbar zweigleisig gefahren".



Zinggls künftige Funktion als Geschäftsführer der ORF-Enterprise sei "eine klassische Unvereinbarkeit" mit der Kammerfunktion, so Plass. Die Grünen fordern daher den Wirtschaftsbund auf, dieser "Farce ein Ende zu setzen und Zinggl als Karmasin-Nachfolger umgehend zurückzuziehen. Im Gegenzug möge der ORF raschest öffentlich klarstellen, dass die ORF-Enterprise-Geschäftsführung mit hohen Kammerämtern inkompatibel ist."



Zinggl selbst hatte allerdings in einer ersten Stellungnahme zu seiner künftigen Aufgabe gegenüber Horizont.at bereits erklärt, dass er diese Funktion zurücklegen beziehungsweise erst gar nicht antreten werde.

(as)

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