Das erwartet die Besucher der Österreichische...
 

Das erwartet die Besucher der Österreichischen Medientage 2017

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© Fritz Schumann, Bertelsmann , CNN, Franziska Sinn.
© Fritz Schumann, Bertelsmann , CNN, Franziska Sinn.

Andrew Morse (CNN), Anke Schäferkordt (RTL), EU-Parlamentarier Jan Philipp Albrecht und Jakob Augstein (Der Freitag): sie skizzieren in ihren Keynotes die Zukunft der Medien- und Werbebranche.

Mut zur Weiterentwicklung und der Glaube an eine erfolgreiche Medienzukunft prägen unter dem Motto „Vorwärts schauen“ die 24. Österreichischen Medientage des Manstein Verlags am 20. und 21. September im Erste Campus Wien. Vier hochkarätige Keynote-Speaker werden dabei mit ihren Vorträgen thematische Highlights setzen.

RTL-Geschäftsführerin Anke Schäferkordt spricht über das internationale TV-Geschäft. Der Fernsehgigant will aktuell Streamingdiensten wie Netflix oder Amazon Prime mit mehr Eigenproduktionen für die eigene Videoplattform TV Now Paroli bieten. „Im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie müssen starke, hochwertig produzierte und exklusive Inhalte stehen“, kündigte Schäferkordt zuletzt an. Im Ringen mit Amazon, Facebook und Google um die Gunst und die Daten der User haben die konkurrierenden TV-Sender RTL und ProSiebenSat.1, der Onlinekonzern United Internet und der Onlinehändler Zalando zuletzt ein Bündnis in Form eines gemeinsamen Log-in-Dienstes als Erleichterung für den User und Angebot an die Werbebranche geschlossen.

Verleger Jakob Augstein führt die Wochenzeitung Der Freitag in erfolgreiche Zeiten: Seit 2012 steigen sowohl verkaufte Auflage als auch Abonnentenzahlen deutlich an. Zur Zukunft von Print hat er eine klare Meinung: Journalismus ist nicht am Ende, müsse sich verändern, starke Marken seien begünstigt, auch Wochenzeitungen attestiert er Potenzial. Verkommt Journalismus künftig zum Luxusgut? „Nein, aber Journalismus muss sich der Realität stellen. Viele Journalisten beziehen ihr – teilweise überhöhtes – Selbstbewusstsein aus dem Missverständnis, sie seien für die Leser unersetzbar“, so Augstein in einem Interview mit profil.bestseller – ein Gemeinschaftsmagazin zwischen profil (Verlagsgruppe News) und bestseller (Manstein Verlag/HORIZONT) das zu den Medientagen erscheint. Medienmacher müssten sich die Frage stellen, warum die Leute ihr Produkt kaufen sollen. „Und die Antwort kann nicht sein, wir machen guten Journalismus. Das genügt nicht.“

Keynote-Speaker Andrew Morse startete seine Karriere als Kriegsberichterstatter bei ABC News. Heute, als Geschäftsführer von CNN Digital weiß er, dass CNN vermehrt auch Millenials ansprechen muss, um im digitalen Zeitalter zu punkten. So launchte der US-Fernsehsender jüngst die tägliche News-Show „The Update“ auf der mobilen Videoplattform Snapchat. Bis Jahresende sollen drei Shows mit je fünf Stories um 18 Uhr US-Zeit in einem mobil-freundlichen vertikalen Videoformat veröffentlicht werden. Zudem kaufte CNN vergangenen Herbst das Start-up Beme, mit dem sich der Fernsehsender nun auf den Launch einer App konzentriert, in der viermal pro Woche die neuesten News für Millenials entstehen sollen.

Eine Keynote hält der EU-Politiker Jan Philipp Albrecht, stellvertretender Vorsitzender des Innen- und Justizausschusses im Europäischen Parlament. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen Bürgerrechte, Digitalisierung und Datenschutz: 2012 ist er zum Berichterstatter des Europäischen Parlaments für die Datenschutzgrundverordnung ernannt worden. Der Abschluss der Verhandlungen gegen den Widerstand US-amerikanischer IT-Konzerne hatte dazu geführt, dass die deutsche FAZ ihn als „Zuckerbergbesieger“ bezeichnete.

Weiters werden internationale und nationale Entscheidungsträger und spannende Persönlichkeiten aus Medien und Werbung die Zukunft der Branche debattieren.

Das komplette Programm finden Sie unter www.medientage.at 

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