"Das Ende einer Ära": Abschiedsfeier für RTR-...
 

"Das Ende einer Ära": Abschiedsfeier für RTR-Chef Grinschgl

Christof Wagner/RTR
Mit 1. Juli tritt Alfred Grinschgl offiziell in den Ruhestand. Die Nachfolge ist noch unklar.
Mit 1. Juli tritt Alfred Grinschgl offiziell in den Ruhestand. Die Nachfolge ist noch unklar.

Langjähriger Medien-Leiter geht in Pension - Plädoyer für Haushaltsabgabe

Alfred Grinschgl, Mediengeschäftsführer der Rundfunk- und Telekom Regulierungs GmbH, hat sich am Donnerstag in den Ruhestand verabschiedet. Freunde und Wegbegleiter vom steirischen Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) abwärts nahmen dies zum Anlass, ihm für seine Leistungen für die Medienbranche zu danken.

 "Das Ende einer Ära" sei Grinschgls Abschied, sagte KommAustria-Chef Michael Ogris. Schützenhöfer und Grinschgl kennen einander seit Jahrzehnten, etwa von der Jungen ÖVP Steiermark in den 70er Jahren. "Eine Lebensfreundschaft", so der Landeshauptmann. Er strich Grinschgls Wirken im Styria-Konzern - bevor er 2001 RTR-Geschäftsführer wurde - hervor, vor allem "dass er Gründungsgeschäftsführer des ersten österreichischen Privatradios (der Antenne Steiermark, Anm.) war".

Ginschgl habe den Mediensektor "entscheidend mitgeprägt", sagte Medienminister Thomas Drozda (SPÖ), und die RTR stets "ruhig besonnen und überlegt" geführt. "Es ist dir nie um dich gegangen, es ist dir immer um die Sache gegangen", so RTR-Co-Geschäftsführer Johannes Gungl. KommAustria-Chef Ogris hat eigenen Worten zufolge von Grinschgl "viel gelernt": "Fingerspitzengefühl" im Umgang mit den Buchstaben des Gesetzes, "Empathie" im Umgang mit den Antragstellern. Der künftige Ruheständler reichte einen Gutteil des vielen Lobs gleich an seine Mitarbeiter weiter.

"Bei der Medienförderung brauchen wir uns nicht zu verstecken"

Zugleich zog Grinschgl, der den Medienbereich der RTR seit ihrer Gründung im Jahr 2001 geleitet hatte, eine zufriedene Bilanz: "Wir sind ausgezeichnet aufgestellt in der Medienregulierung für Österreich." Der Wettbewerb habe "leicht zugenommen", vor allem im Hörfunk-Bereich, "auch bei der Medienförderung brauchen wir uns nicht zu verstecken". Zum Abschied bekräftigte er seinen Wunsch an die Politik, sie möge ernsthaft über eine Haushaltsabgabe zur Medienförderung nachdenken. Offiziell ist Grinschgl ab 1. Juli in Pension, sein Nachfolger ist noch nicht bekannt.

(red)
stats