Das Ende des Kirch-Imperiums?
 

Das Ende des Kirch-Imperiums?

Steht der Krich-Konzern, nachdem ihm die Bayrische Landesbank keinen Kredit mehr gewähren will, vor der Zerschlagung?

Der deutsche Kirch-Konzern scheint vor ernsthaften Problem zu stehen. Nach der Deutschen Bank hat jetzt auch die Bayerische Landesbank als größter Gläubiger Kirchs angekündigt, dem Medienunternehmer keine Kredite mehr zu gewähren, berichtet die "Financial Times Deutschland". Bereits zuvor hatte Rolf Breuer, Chef der Deutschen Bank am Rande des Weltwirtschaftsforums in New York erklärt, dass die Finanzbranche nicht mehr bereit sei, Kirch weitere Kredite zu gewähren, berichten deutsche Medien.



Damit könnte es für das Kirch-Imperium eng werden. Im April dieses Jahres wird ein bereits zweimal gestundeter Kredit bei der Dresdner Bank über 460 Millionen Euro fällig. Außerdem hat der Axel Springer Verlag angekündigt eine Put-Option auf seine Anteile an ProSiebenSat1 Media AG ausüben und die Anteile an Kirch zurück gegeben zu wollen. Der Verlag fordert von Kirch rund 770 Millionen Euro.



In deutschen Medien und Branchendiensten wird nun spekuliert, ob nicht Gläubiger und die Deutsche Bundesregierung eine Zerschlagung des Kirch Konzerns anstreben und so gleichzeitig versuchen, Rupert Murdoch vom deutschen Markt fernzuhalten. "Niemand hat ein Interesse, Murdoch den roten Teppich auszurollen", zitiert beispielsweise die "Süddeutsche Zeitung" einen Vertreter der rot-grünen Regierungskoalition in Berlin.



Murdoch wiederum könnte entsprechend eines Vertrages mit Kirch im Herbst als Gesellschafter beim gemeinsam mit Kirch betriebenen Premiere-Sender aussteigen und bis zu zwei Milliarden Euro fordern, den Sender aber auch selbst übernehmen. Premiere hat bisher einen enormen Schuldenberg angehäuft, der sich auf mehrere Milliarden Euro beläuft. Im Vertrag zwischen Kirch und Murdoch gibt es eine Ausstiegs- oder Übernahmeklausel, deren Grundlage schwarze Zahlen beim Münchner Pay-Sender sind.

(as)

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