Covid-19-Medienkrise: ORF, ZDF und SRG unters...
 
Covid-19-Medienkrise

ORF, ZDF und SRG unterstreichen Willen zur Zusammenarbeit

ORF
Wie auch ihre Kollegen von ZDF und SRG betonte ORF-Programmdirektorin Kathrin Zechner, dass gerade die letzten Monate gezeigt hätten, dass nur durch die Kooperation der deutschsprachigen Öffentlich-Rechtlichen Produktionen von konkurrenzfähiger Größenordnung möglich seien.
Wie auch ihre Kollegen von ZDF und SRG betonte ORF-Programmdirektorin Kathrin Zechner, dass gerade die letzten Monate gezeigt hätten, dass nur durch die Kooperation der deutschsprachigen Öffentlich-Rechtlichen Produktionen von konkurrenzfähiger Größenordnung möglich seien.

Mehr denn je zeige sich angesichts der Corona-Krise die Bedeutung von Kooperationen und Koproduktionen zwischen ORF, ZDF und SRG, betonten die drei öffentlich-rechtlichen Sender einhellig auf der diesjährigen Kooperationstagung.

Covid-19 schlug auch auf die Tagung selbst durch: In ihrer bereits 53. Auflage fand sie zum ersten Mal in virtueller Form statt. Neben einer Rückschau - 2019 blieb das Koproduktionsvolumen mit rund 140 Millionen Euro für Serien wie „Der Bergdoktor“, „Die Chefin“, „Soko Kitzbühel“ und „Soko Donau“ sowie Formate wie „1, 2 oder 3“ konstant - galt die Tagung vor allem den Zukunftsplänen.


Für 2021 sind  gemeinsame Großprojekte wie der Serien-Event „Der Schwarm“, ein Mehrteiler mit dem Arbeitstitel „Gardasee“ und eine Sonderausgabe von „Wetten, dass ..?“ geplant. Neben dem Beschluss für diese Vorhaben brachte das virtuelle Treffen vor allem ein einhelliges Bekenntnis zum Wert der Koproduktionen der deutschsprachigen öffentlich-rechtlichen Sender. ORF-Programmdirektorin Kathrin Zechner betonte etwa, dass gerade die vergangenen Monate gezeigt hätten, "wie wichtig die Zusammenarbeit mit unseren Nachbarländern ist. In Kooperation mit unseren starken Partnern in Deutschland und der Schweiz entsteht eine Vielzahl an Programmen, die wir in dieser Größenordnung nur durch die gemeinschaftliche Bündelung unserer Energie in der Ideen-Findung, Entwicklung und Produktion verwirklichen können." Grenzüberschreitende wie lokal gefärbte Inhalte würden zur "öffentlich-rechtlichen DNA" der beteiligten Sender beitragen. Zudem verwies Zechner auf erstarkende Kooperation auch im digitalen Bereich.

Für das ZDF zeigte sich Programmdirektor Norbert Himmler "froh und dankbar" über das "seit mehr als 50 Jahren gewachsene, fruchtbare Bündnis", das "auch in schwierigen Phasen länderübergreifend die Umsetzung hochklassiger Projekte" zulasse. SRF-Direktorin Nathalie Wappler lobte ebenso die Zusammenarbeit zwischen den Sendern gerade in den vergangenen Monaten und fügte hinzu, die Krise habe die Sender zudem lernen lassen, "rasch und unkompliziert neue Inhalte zu entwickeln und am Sender auszuprobieren. Diese wertvollen Erfahrungen werden der länderübergreifenden Realisierung von gemeinsamen, hochstehenden Projekten in Zukunft eine neue Dynamik verleihen."

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