Correo und Prensa Española fusioniert
 

Correo und Prensa Española fusioniert

Die neue Verlagsgruppe ist damit zweitgrößter spanischer Medienkonzern.

Das baskische Verlagshaus Grupo Correo und die Madrider Verlagsgruppe Prensa Española, Herausgeber von Spaniens drittgrößter Tageszeitung "ABC", haben sich in Madrid zu einem neuen Medienkonzern zusammengeschlossen. Der Wert des fusionierten Unternehmens wird auf 1,8 Milliarden Euro (25 Milliarden Schilling) geschätzt. Das Flaggschiff des neuen Konzerns wird die 1903 gegründete Tageszeitung "ABC" sein. Das Ziel der Fusion ist, ein multimediales Verlagshaus mit einer möglichst breit gefächerten Präsenz im Presse-, Radio- und TV-Geschäft zu gründen, teilte das Verlagshaus mit. Neben "ABC" mit einer Auflage von 300.000 Exemplaren kontrolliert der neue Medienkonzern noch 15 Lokalzeitungen und hält eine Reihe von Beteiligungen an Fernseh- und Radiosendern. Kronjuwel der neuen Gruppe ist ein 25-prozentiger Anteil am rentablen spanischen Free-TV-Sender Telecinco, an dem auch die von Silvio Berlusconi kontrollierte Mediaset und die Münchner Kirch-Gruppe beteiligt sind. Mit einem konsolidierten Jahresumsatz von 600 Millionen Euro und einem Gewinn von knapp 90 Millionen Euro belegt der neue Konzern, dessen Name noch nicht feststeht, Platz zwei in der spanischen Medienlandschaft hinter der börsennotierten Verlagsgruppe Prisa.

(gk)


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