Corona-Krise: Verband Druck und Medientechnik...
 
Corona-Krise

Verband Druck und Medientechnik fordert Forcierung des Bestbieter-Prinzips

Verband Druck & Medientechnik/APA-Fotoservice/Stiplovsek
Gerald Watzal
Gerald Watzal

Offener Brief mit Forderungen an heimische Politik für die Zeit nach der Corona-Krise.

In einem offenen Brief an die heimische Politik fordert der Verband Druck und Medientechnik, die Unternehmensvertretung für die grafische Branche in Österreich, die aktuelle Corona-Krise als Chance zu nutzen: "Wir als Verband Druck und Medientechnik sind überzeugt, dass die Erfahrungen, die wir jetzt machen – von Engpässen bis zur Steigerung der Luftqualität bei Klimasündern wie China – durchaus eine Chance sein können, um umzudenken und nachhaltiger zu handeln."

Der Verband stellt etwa infrage ob "von Ministerien geförderte Bücher wie Schulbücher oder Museums-Kataloge wirklich im Ausland gedruckt werden, um ein paar Cent zu sparen?"

Vorrang für österreichische Druckereien gefordert

 Für einen wirtschaftlichen Aufbau nach der Krise fordern die Verfasser daher "Vorrang für österreichische Druckereien und Medien, bis die Wirtschaft gestärkt ist, das Koppeln von öffentlichen Fördergeldern an eine Wertschöpfungskette in Österreich, das Bestbieterprinzip bei allen Aufträgen und die stärkere Wertung von Nachhaltigkeit", sowie "die Förderung von transparenten, neutralen Gütesiegeln wie 'Printed in Austria', 'CSR-Gütesiegel für Druckereien' und 'klimaneutrales Drucken'.

"Allein die Druckbranche bringt pro Jahr einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro in die österreichische Wirtschaftsbilanz ein, stellte im Jahr 2019 fast 200 Lehrstellen zur Verfügung und ist für rund 8.000 Familien ein Einkommensgarant. Wir sind stolz auf unsere Arbeit und wollen keine Almosen, sondern faire Marktbedingungen, die uns den Wiederaufbau ermöglichen", so Verbandpräsdent Gerald Watzal und Geschäftsführer Peter Sodoma.

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