Corona-Krise: Stellenstreichungen bei britisc...
 
Corona-Krise

Stellenstreichungen bei britischen Tageszeitungen

Daily Mirror
Der Verlag Reach kündigte harte Einschnitte bei seinen Blättern an.
Der Verlag Reach kündigte harte Einschnitte bei seinen Blättern an.

Der Herausgeber des "Daily Mirror", "Daily Express" und "Daily Star" zieht Konsequenzen aus dem Einbruch im Anzeigengeschäft in Folge der Corona-Krise und streicht rund 550 Stellen. Das sind etwa zwölf Prozent der Belegschaft, wie der britische Verlag Reach bekannt gab.

Die Kosten der Restrukturierung veranschlagt der Verlag auf 20 Millionen Pfund. Auf diese Weise sollen pro Jahr 35 Millionen Pfund (knapp 39 Millionen Euro) eingespart werden, teilte der Verlag Reach mit. Ihm gehören auch eine Reihe von Regionalzeitungen in Großbritannien wie Manchester Evening News, Birmingham Mail und Liverpool Echo. Der Verlag kündigte an, die Zusammenarbeit seiner Blätter zu stärken und zu zentralisieren. Mehr als 2,5 Millionen Leser nutzen die Angebote von Reach online. Bis Ende 2022 sollen es zehn Millionen sein. "Strukturelle Veränderungen in der Medien-Branche sind durch die Pandemie noch beschleunigt worden", sagte Verlagschef Jim Mullen. Das Interesse an digitalen Angeboten sei zwar in der Corona-Krise gestiegen, bringe aber wegen geringen Werbeaufkommens nicht genügend Einnahmen. Der Umsatz ist im zweiten Quartal 2020 um 27,5 Prozent zurückgegangen. Die Reach Aktie fiel um acht Prozent.

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