Corona-Krise: Sky und deutsche Liga verhandel...
 
Corona-Krise

Sky und deutsche Liga verhandeln über Vorauszahlungen

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Der Pay-TV-Sender Sky könnte durch die Corona-Krise finanziell stark belasteten Clubs der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga möglicherweise mit der Vorauszahlung von TV-Geldern helfen. Laut den Zeitungen der Funke Mediengruppe soll Sky mit der Deutschen Fußball Liga über diese finanzielle Unterstützung für die 36 Profiklubs verhandeln.

"Wir sind in ständigem Austausch mit unserem langjährigen Partner DFL. In diesem Zusammenhang gibt es aktive Diskussionen mit dem Ziel, auch im Hinblick auf Lizenzzahlungen und deren potenzielles Timing konstruktive Lösungen zu finden", sagte ein Sky-Sprecher.

TV-Rechteinhaber Sky ist mit durchschnittlich 876 Millionen Euro pro Jahr aktuell der größte Finanzier der Liga. Wegen der Coronavirus-Pandemie ruht der Spielbetrieb in den beiden obersten Ligen bis mindestens zum 30. April.

Durch die ausbleibenden TV-Einnahmen fehlt einigen Clubs ein mehrstelliger Millionenbetrag, einigen von ihnen droht laut einem "Kicker"-Bericht sogar die Insolvenz. Die DFL-Vereine warten noch auf die vierte und letzte Rate für die laufende Saison, die im Mai von den TV-Rechteinhabern gezahlt werden soll.

In Österreich noch kein Thema

In der österreichischen Bundesliga sind derartige Verhandlungen zumindest noch kein öffentliches Thema. Bei der vergangenen Klubkonferenzsitzung war ein Vorschuss des TV-Partners nicht auf der Tagesordnung, wie 90minuten.at berichtet. Bundesliga und Sky geben sich dazu bedeckt. TV-Partner Sky meint dazu gegenüber 90minuten.at, „dass wir mit der Liga in einem andauernden, konstruktiven Austausch zur Situation rund um die Tipico Bundesliga und den hoffentlich bald wiederkehrenden Live-Spielen auf Sky sind.“ Ähnlich argumentiert die Bundesliga: „Wir befinden uns in konstruktiven Gesprächen mit allen Partnern und prüfen mögliche Szenarien, um die Herausforderungen durch das Coronavirus gemeinsam zu bewältigen. Die Einzelheiten dieser Gespräche müssen wir aufgrund der Verschwiegenheitspflicht vertraulich behandeln.“

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