Corona-Krise: Disney entlässt 28.000 Mitarbei...
 
Corona-Krise

Disney entlässt 28.000 Mitarbeiter

Wolterke/stock.adobe.com

Weil das Geschäft mit Vergnügungsparks, Ferienresorts, Fanartikeln und Kreuzfahrten noch immer stark unter der Pandemie leide, müsse der Konzern rund 28 000 US-Mitarbeiter entlassen, teilte Disney am Dienstag nach US-Börsenschluss im kalifornischen Burbank mit.

Den Schritt bezeichnet Spartenchef Josh D'Amaro als "herzzerreißend", er sei aber angesichts der schwierigen Umstände notwendig, unter anderem da die Covid-19-Auflagen in Kalifornien eine Wiedereröffnung des dortigen Disneylands weiterhin nicht zuließen. Von den Stellenstreichungen sind zwei Drittel der Teilzeitkräfte betroffen, aber auch Angestellte mit vollen Bezügen. Disney kläre derzeit die Konditionen mit Beschäftigten und Gewerkschaften.

Die Disney-Parks in den USA waren im Frühling geschlossen worden. Zwar wurden die meisten mittlerweile zumindest teilweise wieder geöffnet, zwei der großen Themenparks im kalifornischen Anaheim haben jedoch nach wie vor keine Genehmigungen. Insgesamt hatte Disney in diesem Bereich vor der Krise noch mehr als 100.000 Beschäftigte. D'Amaro beklagte, dass der "Widerwille" der Behörden die Lage verschärfe.

Disney macht die Coronavirus-Pandemie zu schaffen. Das Unternehmen meldete im August einen negativen Quartals-Abschluss, was in der langjährigen Firmengeschichte äußerst selten vorgekommen ist. Nur der Streaming-Bereich des US-Unterhaltungskonzerns konnte zulegen und gilt auch als Lichtblick für die kommenden Jahre. Die Erlöse brachen im Jahresvergleich um 42 Prozent auf 11,8 Milliarden Dollar ein. Das Geschäft mit Vergnügungsparks, Ferienresorts und Kreuzfahrten litt besonders heftig. Der Umsatz fiel hier um 85 Prozent, der Betriebsverlust betrug knapp zwei Milliarden Dollar nach einem Gewinn von 1,7 Milliarden im Vorjahr. Insgesamt entstanden in der Sparte wegen der Pandemie Sonderbelastungen von 3,5 Milliarden Dollar.
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