CopStories: Polizei im Alltag
 

CopStories: Polizei im Alltag

Die neue ORF-Serie will unter dem Motto "Polizisten sind auch nur Menschen" möglichst den realen Alltag heimischer Ordnungshüter abbilden - Wrabetz: "Finanzierung stammt aus Mitteln der Refundierung" - Beratend standen echte Wiener Polizisten zur Seite - Am 5. März geht CopStories mit einer Doppelfolge auf ORF eins on air

Ab 5. März ist das Dienstagabendprogramm des ORF um eine Serie reicher: "CopStories" wurde am Montagabend in der Lugner Kino City in Wien vorab präsentiert. In Anwesenheit von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner, aller Hauptdarsteller, der drei Regisseure, von Produzent Florian Gebhardt und ORF-Fernsehfilmchef Heinrich Mis liefen die ersten zwei Folgen (von insgesamt zehn) über die Kinoleinwand. Wrabetz zufolge, wurde die Serie ausschließlich mit österreichischen Partnern umgesetzt. "Die Finanzierung stammt aus Mitteln der Refundierung für das vergangene Jahr", erklärte der ORF-General anlässlich der Präsentation.

Worum geht's?

Bereits nach wenigen Minuten ist klar, dass in den 45-minütigen Folgen von CopStories der Polizeialltag mit seiner menschlichen Seite ins Visier genommen wird. Die überdurchschnittlich vielen Protagonisten - elf an der Zahl - hauchen der Serie mit vielfältigen Geschichten Leben ein und zeigen, dass Polizisten auch nur Menschen sind. CopStories spielt im Wiener Bezirk Ottakring und wurde dort auch tatsächlich gedreht. Der verhältnismäßig hohe Anteil von Bezirksbewohnern mit Migrationshintergrund sowie auch der Polizisten spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle.

Viele gleichberechtigte Charaktere

Da gibt es beispielsweise den Kripo-Abteilungsinspektor Altan Uslu mit türkischen Wurzeln, gespielt von Fahri Yardim, der sich für seinen Bruder Efe verantwortlich fühlt und versucht ihn von der schiefen Bahn fernzuhalten. Auch die Kripo-Bezirksinspektorin Leila Mikulov, gespielt von Claudia Kottal, hat einen Migrationshintergrund. Nachdem ihre Eltern während des Balkankriegs aus Montenegro flohen, wuchs sie in Wien auf. Die temperamentvolle Leila hat klare Regeln und Prinzipien und wenn es sein muss, tritt sie auch als Undercover-Prostituierte auf, um Kriminelle hinter Gitter zu bringen. Daneben gibt es auch Figuren wie Helga Rauper, Chefinspektorin, Kommandantin der Polizeiinspektion, gespielt von Kristina Bangert. Rauper versucht, mit zwei Kindern und einem arbeitsunfähigen, depressiven Ehemann klar zu kommen. Während alles an ihr hängt - Arbeit, Kinder, Haushalt - bleibt sie stets optimistisch und mit beiden Beinen fest am Boden.

Vier bis fünf Fälle pro Folge

Auffällig ist, dass Pro Folge nicht nur ein Fall gelöst wird, sondern gleich mehrere. Von kleineren Alltagsgeschichten, bis zu großen Undercover-Einsätzen ist alles dabei. Gezeigt werden etwa gefährliche Drogendealer, die im Bezirk ihr Unwesen treiben, aber auch Lehrer, die sich vor ihren gewaltbereiten Schülern fürchten. Die Krimiserie besticht durch eine bunte Mischung der Charaktere sowie Geschichten. Bei der teils ernsten Thematik kommt aber auch der Humor nicht zu kurz. Fazit: Durchaus sehenswert.

Holländisches Vorbild und Beratung von echten Polizisten

CopStories basiert auf dem holländischen Originalformat "Van Speijk", das in zwei Staffeln mit insgesamt 26 Folgen 2006 und 2007 erfolgreich gelaufen ist. Format, Drehbücher und Figuren wurden für die österreichische Version grundlegend adaptiert. Um die Geschichten möglichst nahe am tatsächlichen Polizeialltag zu erzählen, wurde das Team von erfahrenen Polizeibeamten vom Landeskriminalamt Wien beraten. Am 5. März, gehen die ersten zwei Folgen von CopStories auf ORF eins on air.
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