Concordia-Preis für Kärntner "Kleine"
 

Concordia-Preis für Kärntner "Kleine"

Auch Engelbert Washietl und Barbara Gansfuß (Ö1) ausgezeichnet - Interview mit "Kleine"-Chefredakteurin Eva Weissenberger in HORIZONT 12/13

Mit den renommierten Concordia-Publizistikpreisen werden für 2012 zwei renommierte JournalistInnen und eine Gesamtredaktion ausgezeichnet: Für sein  Lebenswerk im Sinne der Ziele des Presseclub Concordia wird Engelbert Washietl geehrt. Für Pressefreiheit wurde die Redaktion der "Kleinen Zeitung" Kärnten bedacht, jenen für Menschenrechte erhielt Barbara Gansfuß (Ö1).

Washietl leitete von 1988 bis 1995 die Wien-Redaktion der Salzburger Nachrichten, deren Chefredakteur er 1995 wurde. Anschließend war er bis 2006 stellvertretender Chefredakteur im damals neu gegründeten "WirtschaftsBlatt". Washietl wurde bereits 1996 mit dem ersten Kurt-Vorhofer-Preis ausgezeichnet. Als langjähriges Vorstandsmitglied der Concordia war er Mitbegründer der „Initiative für Qualität im Journalismus“, deren Sprecher er bis heute ist. "Zeit seines Lebens hat sich Engelbert Washietl für Pressefreiheit, für Ethik und Qualität im Journalismus engagiert", hieß es in der Jury-Begründung.

In der Kategorie Pressefreiheit wird die Redaktion der Kleinen Zeitung Kärnten ausgezeichnet. Und zwar "für ihren Mut, den die RedakteurInnen der Kleinen Zeitung Kärnten über Ressortgrenzen hinweg bewiesen, trotz wirtschaftlichem Druck und einer Häufung von Klagen und Prozessen eine unabhängige und kritische Berichterstattung beizubehalten", wie die Jury ihre Entscheidung begründete. "Die Redaktion hat somit die Pressefreiheit im besten Sinne ihrer Bedeutung genutzt und ihr damit auch  gleichzeitig gedient." Passend dazu hat der HORIZONT ein Interview mit Chefredakteurin Eva Weissenberger geführt, die in Ausgabe 12 (erscheint am Freitag, 22.3.) unter anderem über die Herausforderungen im politischen Journalismus unter der abgewählten FPK-Regierung berichtet. Das Interview wird nach Erscheinen der Zeitung auch online zu lesen sein.

Ö1-Redakteurin Barbara Gansfuß wurde für das Aufzeigen "von Missständen, von Ungerechtigkeiten, von menschlichen Problemen, die nicht im Fokus der Öffentlichkeit stehen" ausgezeichnet. Sie greife "konsequent Menschenrechts-Themen auf, betrachtet – gemäß  den Richtlinien des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – jeden einzelnen Fall von mehreren Seiten und lässt jeweils die Betroffenen genauso zu Wort kommen wie die öffentlichen Stellen oder die ExpertInnen", befand die Jury.

Die beiden Publizistikpreise sind mit jeweils 3.700 Euro dotiert. Sie werden von der Bank Austria (Kategorie Menschenrechte) und der gemeinnützigen Privatstiftung Dr. Strohmayer (Kategorie Pressefreiheit) gestiftet. Die Insignien für den Ehrenpreis stellt die Firma Swarovski zur Verfügung. Die feierliche Preisübergabe sowie die Ehrung der Preisträger erfolgt im Vorfeld des Tages der Pressefreiheit, am Montag, dem 29. April 2013, im Parlament.
stats