Cohn-Bendit: "Bigotte Diskurse durchbrechen"
 

Cohn-Bendit: "Bigotte Diskurse durchbrechen"

Der Eröffnungsredner bei den 11. Medientagen, Daniel Cohn-Bendit, fordert in seinem Statement das Aufbrechen gewohnter Muster.

Daniel Cohn-Bendit, Sozialrevolutionär der Sechziger Jahre, Soziologe und Politologe, genialer Diskutant bei hunderten Talkshows und Diskussionsrunden, hielt heute, Mittwoch, dem 13. Oktober 2004, den Eröffnungsvortrag bei den 11. Österreichischen Medientagen im Studio 44 der Österreichischen Lotterien in Wien. In seinem Statement foderte der Abgeordnete zum Europäischen Parlament das Beziehen neuer Diskurspositionen um statt Resignation "Innovation" zu erzeugen. Cohn-Bendit führte somit das Generalthema der heurigen Medientage, "Innovation statt Resignation", in ein (medien)politisches Umfeld.



Der EU-Abgeordnete erinnerte die Medienmacher an ihren demokratischen Auftrag, zu informieren, zu kritisieren und eine "andere Position" einzunehmen. Wenn man mehr Risiko ginge, könnte man einen Diskurs führen, "der Abwechslungsreicher wäre". Dann sei man innovativ. Und an die Adresse der Medienbranche: "Die Angst, ein Risiko einzugehen, zwingt zur Doppelzüngigkeit, zur Bigotterie." Innovation sei, den bestehenden Diskurs zu hinterfragen und neu auszurichten.

Die Bildergallerie zu den Medientagen gibt es unter pixxl.at im Internet.



(WH)
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