Can Dündar erhält "Whistleblower-Preis 2017"
 

Can Dündar erhält "Whistleblower-Preis 2017"

Maurizio Gambarini
ABD0001_20170124 - Der türkische Journalist Can Dündar nimmt am 23.01.2017 in Berlin an der Eröffnung des Online-Mediums «Özgürüz» in deutscher und türkischer Sprache der Plattform Correctiv teil. Gemeinsam mit den türkischen Journalisten Dündar und Bagdat soll der zunehmenden Einschränkung der Pressefreiheit in der Türkei etwas entgegengesetzt werden. Foto: Maurizio Gambarini/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
ABD0001_20170124 - Der türkische Journalist Can Dündar nimmt am 23.01.2017 in Berlin an der Eröffnung des Online-Mediums «Özgürüz» in deutscher und türkischer Sprache der Plattform Correctiv teil. Gemeinsam mit den türkischen Journalisten Dündar und Bagdat soll der zunehmenden Einschränkung der Pressefreiheit in der Türkei etwas entgegengesetzt werden. Foto: Maurizio Gambarini/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Der im deutschen Exil lebende türkische Journalist Can Dündar erhält den "Whistleblower-Preis 2017".

Der im deutschen Exil lebende türkische Journalist Can Dündar erhält den "Whistleblower-Preis 2017". Die Auszeichnung wird von der International Association of Lawyers against Nuclear Arms (Ialana) und der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler verliehen - dieses Jahr zum zehnten Mal.

Dündar, kürzlich beim Medienwettbewerb "Prix Europa" in Berlin als "Europäischer Journalist des Jahres" ausgezeichnet, erhalte die Auszeichnung "für seine unter schwierigsten Repressionsbedingungen in der Türkei erfolgten Enthüllungen über ein illegales sogenanntes Staatsgeheimnis des autoritären Erdogan-Regimes", teilten die Preisgeber am Montag mit. Preisverleihung ist am 1. Dezember in Kassel.

Dündar war Chefredakteur der Zeitung "Cumhuriyet". Er wurde nach einem Bericht über eine Waffenlieferung des türkischen Geheimdienstes an islamistische Milizen in Syrien wegen Spionage angeklagt und saß in der Türkei drei Monate im Gefängnis. Seit Sommer 2016 lebt er in Berlin.

Weitere "Whistleblower 2017"-Preisträger sind der Volkswirt Martin Porwoll und die pharmazeutisch-technische Assistentin Maria-Elisabeth Klein aus Bottrop. Sie würden geehrt für ihre "Verdachts-Enthüllungen über die in der Alten Apotheke in Bottrop offenbar jahrelang praktizierte illegale Panscherei mit Anti-Krebsmitteln und die dadurch bewirkte Schädigung mehrerer Tausend schwer- und todkranker Krebspatienten", hieß es.
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