Burda und Holtzbrinck haben Lizenz für Handy-...
 

Burda und Holtzbrinck haben Lizenz für Handy-TV

Die 15 deutschen Landesmedienanstalten erteilten dem Konsortium Mobile 3.0 den Zuschlag für die DVB-H-Sendeplattform.

Am Dienstag, dem 16. Oktober 2007, fiel bei der Gesamtkonferenz der 15 deutschen Landesmedienanstalten die Entscheidung, wer die Sendeplattform für das Handy-TV auf Basis des technischen Standards DVB-H betreiben darf. Dabei ging das Konsortium Mobile 3.0 (Burda- und Holzbrinck-Verlag sowie Handy-TV-Anbieter MFD) als Sieger hervor. Für T-Mobile, Vodavone und O2, die sich ebenfalls zu einem Konsortium zusammengeschlossen und sich um die Sendelizenz beworben haben, bedeutet diese Entscheidung eine bittere Niederlage.

Handy-TV über DVB-H sollte in Deutschland nach den Vorstellungen der Landesmedienanstalten noch vor der UEFA EURO 2008 in Betrieb gehen. Bis 9. November hat Mobile 3.0 nun Zeit, einen Vorschlag für die Nutzung der Kapazitäten auszuarbeiten. Dabei sind sie an gewisse Vorgaben gebunden: ARD und ZDF sollen je einen, RTL und ProSiebenSat1 jeweils zwei Kanäle erhalten. Eingedenk der Tatsache, dass auch Regionalprogramme und ein Spartenangebot berücksichtigt werden müssen, kann Mobile 3.0 nur über ein Drittel der Kanäle frei verfügen.

Die Lizenz ist zunächst auf drei Jahre begrenzt. Die Sendefrequenzen wurden am Montag, dem 15. Oktober 2007, von der Bundesnetzagentur an T-Systems vergeben. Mobile 3.0 und T-Systems müssen deshalb eine faire Verteilung der Investitionskosten erreichen. Handy-TV gibt es in Deutschland bereits seit dem letzten Jahr. Allerdings auf Basis der DMB-Technik, deren Qualität an die DVB-H-Technologie nicht heranreicht.

(rs)

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