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Bundespräsident Klestil tritt für Stärkung des ORF ein

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"Medien sind und bleiben ein zutiefst kulturelles Phänomen", meint Bundespräsident Dr. Thomas Klestil in seiner Eröffnungsrede zu den 7. Österreichischen Medientagen.

"Medien sind und bleiben ein zutiefst kulturelles Phänomen", meint Bundespräsident Dr. Thomas Klestil in seiner Eröffnungsrede zu den 7. Österreichischen Medientagen.

"Eine aufgeklärte, mobile Öffentlichkeit kann Medien nicht aus der Verantwortung für Bewusstsein und Gewissen entlassen – gerade weil die Medien als Kontrollinstanz der Politik und so viel anderer gesellschaftlicher Breiche unverzichtbar sind", so Bundespräsident Klestil.



Die "klügsten Geister" unter Juristen, Politiker, Medienverantwortliche, Journalistenvertreter sowie Experten der Werbewirtschaft seien gefordert, Anworten auf Fragen wie beispielsweise "Wo beginnt der Schutz des einzelnen Bürger und seiner Privatsphäre?" oder "Wo finden Auflagensteigerung und Quotenjagd um jeden Preis ihre Grenzen?" zu finden, so der Bundespräsident. Diese Forderung gelte nicht nur für den Tageszeitung- und Magazinjournalismus, sondern auch für die neuen Medien.



Klestil spricht sich für eine Bündelung der nationalen Kräfte ein, um die Position Österreichs im medialen europäischen Umfeld zu festigen. "Als Bundespräsident trete ich dafür ein, dass wir uns bemühen sollten, eine nationale Plattform in Form eines unabhängigen ORF nicht nur zu erhalten, sondern auszubauen." Bei der Neuformulierung des Rundfunkgesetzes sollte "alles unterlassen werden, was eine parteipolitische Einflussnahme auf den ORF verstärken könnte". Zudem tritt Klestil dafür ein, dass sich der ORF auch auf dem Werbemarkt entsprechend frei entfalten können müsse um sich "die Existenzbasis als öffentlich-rechtliche Anstalt" sichern zu können. (as)

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