Brockhaus stellt die Printausgabe ein und bau...
 

Brockhaus stellt die Printausgabe ein und baut Stellen ab

Der traditionelle Brockhaus-Verlag konzentriert sich rein auf die Online-Geschäfte und entlässt vorerst 50 Mitarbeiter.

Der deutsche Brockhaus-Verlag veröffentlicht im April das letzte Nachschlagewerk in Printform und widmet sich in Zukunft rein dem Online-Auftritt. Nicht zuletzt durch die Konkurrenz durch Online-Informationsportale wie Wikipedia wurden die Umsatzziele 2007 Brockhaus-Verlages schwer verfehlt. Die hauseigenen Marktanalysen zeigten, dass Sachinformationen meist online nachschlagen werden. Daraus zog Brockhaus in Mannheim nun die Konsequenzen und digitalisiert sein gesamtes Angebot. Ab 15. April 2008 soll das Nachlagewerk online gehen. Die Benützung ist kostenlos und soll sich durch Werbung finanzieren. Für den Herbst 2008 ist auch ein werbefreies Angebot für Schüler geplant. Ein Brockhaus-Sprecher nimmt im Handelsblatt zu der Entwicklung Stellung: „Die 21. Auflage der 'Brockhaus Enzyklopädie’ war voraussichtlich die letzte - ab jetzt findet alles online statt.“

Die Konsequenz, die sich aus dieser Entwicklung ergibt, ist der Abbau von Arbeitsplätzen beim Brockhaus Verlag. Vorerst sollen 50 Mitarbeiter entlassen werden. Die Brockhaus-Redaktion in Leipzig wurde laut dem Verlag bereits im vergangenen Jahr in eine reine Online-Redaktion umgewandelt. Chefredakteurin von „Brockhaus online“ ist die Journalistin Sigrun Albert, die zuvor die Redaktionsleitung von "Brigitte.de" und "YoungMiss.de" inne hatte.

(so)

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