Breites Bekenntnis zu ÖAK und MA
 

Breites Bekenntnis zu ÖAK und MA

Ein breites Bekenntnis zu den beiden Instrumenten Media-Analyse und Österreichische Auflagenkontrolle gab es bei einem Infotag in Wien.

"MA und ÖAK: Zwei Seiten derselben Wahrheit" – unter diesem Motto stand ein Informationstag, zu dem die Media-Analyse (MA) und die Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) in das Wiener Hotel Marriott gestern (3. Juli 2002) geladen hatten. Dabei gab es im wesentlichen ein breites Bekenntnis zu beiden Analyseinstrumenten.



Auch wenn die MA eine "falsche Wahrheit" widerspiegle, die allerdings für alle gleich falsch sei, "haben wir noch nichts besseres gefunden", meint beispielsweise Peter Lammerhuber, Chairman der MediaCom Vienna. Allerdings wünscht sich Lammerhuber "eine Diskussion, wie wir anders und schneller messen können". "Wir stehen zu ÖAK und MA", betont Helmut Hanusch, Geschäftsführer der Verlagsgruppe News. Für Hanusch müsse es dennoch "legitim bleiben, für unerklärliche Schwankungen, Erklärungen zu fordern". "Es gibt kein Entweder Oder, sondern nur ein Optimieren der beiden Datenquellen", erklärt Ilona Happel, Geschäftsführerin von Mediahaus Austria. "Die Sinnhaftigkeit der Interpretation muss großzügiger werden", fordert Dr. Elisabeth Ochsner, Geschäftsführerin der PanMedia Western, zum Umgang mit den MA-Daten.



Harald Knabl, Chefredakteur der Niederösterreichischen Nachrichten und Geschäftsführer des NÖ Pressehaus, sowie Dr. Horst Pirker, Vorstandsdirektor der Styria Median AG, schlagen in dieselbe Kerbe: Die ÖAK müsse in ihrer Struktur wieder einfacher werden. Knabl ergänzt: "Aber beide Instrumente sind notwendig und sinnvoll." Pirker hält die MA für "unverzichtbar" und kann auch der ÖAK viele positive Aspekte, vor allem "zur Strukturanalyse und deren Folgen" abgewinnen.



Letztendlich dürfe bei der Interpretation der Daten nicht der Fehler begangen werden, so Mediaforscher Gerhard Turcsanyi in seinem Referat, zwischen der Leserentwicklung in der MA und der Auflagenentwicklung in der ÖAK einen linearen Zusammenhang herzustellen.

(as)

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