Brandstätter in Amt und Würden
 

Brandstätter in Amt und Würden

Seit August steht Helmut Brandstätter der "Kurier"-Redaktion vor und hat bereits ambitionierte Pläne.

Der frühere TV-Mann und PR-Unternehmer, Helmut Brandstätter, hat sich als Nachfolger von Christoph Kotanko für seine neue Aufgabe als "Kurier"-Chefredakteur ehrgeizige Ziele gesteckt. Gegenüber der APA meinte der 55-Jährige, er wolle beispielsweise einen Newsroom für den "Kurier" bauen, um die interne Kommunination zu verbessern. Inhaltlich lehnt er einen rein "magazinigen" Ansatz für die Zeitung ab, im Gegenteil: da und dort soll der "Kurier" sogar "newsiger" werden.

Auch Meinungselemente und die Kommunikation mit den Lesern werde verstärkt. Dass diese ihn laut einer Umfrage momentan noch mehr dem ORF-"Report" verbinden, den Brandstätter jahrelang moderierte, als mit dem "Kurier" könnte von Nutzen sein, schließlich würden mit ihm so auch "immer noch Interviews und klare Ansagen" assoziiert. Er selbst möchte nicht nur im Hintergrund aktiv sein, sondern als Blattmacher auch in Interviews und Kommentaren in der Zeitung präsent sein.

Seine Zeit als PR-Berater gehört jetzt der Vergangenheit an: "Ich habe mich von meiner Firma endgültig getrennt, da gibt es auch kein Rückkehrrecht. Das gehört jetzt einem anderen und damit hat es sich.". Seine ehemaligen Kunden wird Brandstätter auf einer Liste zusammenfassen und diese an seinen Stellvertreter übergeben. Über die Berichterstattung zu Ex-Kunden werde er außerdem keine Entscheidung treffen.

Auch ohne große Printerfahrung ist sich der neue "Kurier"-Chefredakteur sicher, der richtige für diesen Job zu sein. "Das, was sich die Leute wirklich merken, sind Bilder und sind Geschichten. Das gilt in der Zeitung wie im Fernsehen.". Personell soll die Chefredaktion noch erweitert werden, Brandstätter sucht noch nach einem Stellvertreter. Ein heißer Tipp ist Martina Salomon, derzeit Innenpolitikchefin von "Die Presse", unterschrieben habe aber noch niemand.

Helmut Brandstätter im Interview mit HORIZONT online vor seinem Antritt beim "Kurier".

(Quelle: APA)
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