Brand Safety im Fokus
 

Brand Safety im Fokus

Elisabeth Kessler
Medientage 2015 Tag1 am WU Campus, am 22.09.2015 | (c) Medientage/Kessler
Medientage 2015 Tag1 am WU Campus, am 22.09.2015 | (c) Medientage/Kessler

Am ÖMT-Podium diskutierten Michael Straberger (Österreichischer Werberat, Straberger Conversations), Erik Hofstätter (nöm), Herbert Pratter (Dentsu Aegis Network) und Andreas Ban (GroupM Connect Austria)

In Saal 2 ging es bei den 22. Österreichischen Medientagen nach der Mittagspause mit dem Thema „Brand Safety“ weiter. Am Podium diskutierten Michael Straberger (Österreichischer Werberat, Straberger Conversations), Erik Hofstätter (nöm), Herbert Pratter (Dentsu Aegis Network) und Andreas Ban (GroupM Connect Austria). Die Moderation hatte Stephan Kreissler vom Forum Mediaplanung inne.

„Unter Brand Safety verstehen wir ein ganzes Maßnahmenpaket, um echten Traffic von maschinengeneriertem Traffic zu unterscheiden. Das ist ein großes Thema und mit unseren Technologien stellen wir Brand Safety sicher“, erklärte Ban. Es gehe um eine Minimierung der Risiken. „Das Thema gab es immer schon. Um dem Kunden eine bestmögliche Brand Safety sicherzustellen, müssen zahlreiche Maßnahmen getroffen werden – vor, während und nach der Kampagne.

Laut Pratter ist eine 100-prozentige Sicherheit nicht möglich. Mit Maßnahmen wie Black Listing, Ad Verification und semantischen Filtern könne man aber ein nicht markenschädigendes Umfeld herstellen. „Es ist immer noch eine sehr manuelle Arbeit, es ist eine laufende Qualitätsarbeit, die sich ständig weiterentwickelt.“ Pratter zufolge macht es nur Sinn, Standards auf globaler Ebene zu treffen. Auf lokaler Ebene sei es sinnvoll die Themen zu besprechen und nach Lösungen zu suchen.

Hofstätter stellte die Lage aus Kundensicht dar: „Ich will, dass meine Marke in einem nicht markenschädigenden Umfeld platziert wird.“ Für ihn hat Brand Safety nicht automatisch etwas mit Online zu tun. „Es ist klassische Medienoptimierung, Mediaplanung, die wir seit Jahren machen.“ In der Digitalwelt seien diesen Dingen nur andere Begriffe umgehängt.´worden.

Michael Straberger vom Werberat hatte ein paar Zahlen parat – so sind etwa zehn Prozent der ankommenden Beschwerden im Bereich Digitalwerbung angesiedelt. Eine Studie aus dem Frühjahr ergab außerdem, dass Werbung bei den Konsumenten auf hohe Sensibilität trifft. „Mehr als 80 Prozent der Österreicher sagen, dass Werbung notwendig, ist, einen Wert hat oder bei Kaufentscheidungen Einfluss hat. Wenn Werbung negativ ausschlägt, sagen 62 Prozent der Bevölkerung, dass sie schon ein- oder mehrmals bewusst etwas nicht gekauft haben.“ Man könne mit Werbung auch Negativreaktionen oder eben gar keine Reaktionen auslösen.
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