"Boston Globe" liegt im Sterben
 

"Boston Globe" liegt im Sterben

Auf Seite eins ruft das Tochterblatt der New-York-Times-Gruppe zum Hilferuf auf.

Dem "Boston Globe" droht die Schließung, falls sich die Zeitung den drastischen Sparmaßnahmen von seiner Mutter, der New-York-Times-Gruppe, verweigert. Trotz medialen Gustostückerln wehrte sich das Blatt am vergangenen Samstag mit einem großen Artikel auf der Titelseite in eigener Sache. Grund für diese Maßnahme: das Blatt wird mit erpresserisch anmutenden Methoden gezwungen, den Einsparungen von 20 Millionen Dollar (14,8 Millionen Euro) zuzustimmen.







Die Manager aus New York verlangen Gehaltskürzungen, wollen Pensionsbeiträge für ihre Mitarbeiter kappen und fordern den Verzicht auf lebenslange Arbeitsplatzgarantien, die einig Mitarbeiter des "Globe" genießen. 30 Tage bleiben nun den Gewerkschaften, um die Forderungen zu erfüllen. Die Reaktionen der Mitarbeiter, von denen rund 1400 einer Gewerkschaft angehören und damit direkt von einem Deal betroffen wären, thematisiert der "Globe" gleich selber in einem extra Artikel.







Die New-York-Times-Gruppe, die unter anderem die "New York Times" herausgibt, hat nach Angaben des "Globe" im Jahr 2008 einen Verlust von 57,8 Millionen Dollar (42,8 Millionen Euro) hinnehmen müssen.







(Quelle: spiegel.de)
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