"Bild"-Zeitung will "Volkskamera"
 

"Bild"-Zeitung will "Volkskamera"

Zur Gewinnung von tausenden von Leserreportern soll Hersteller sehr günstige Kamera für jedermann anbieten.

In einem Interview mit dem Branchenblatt "Medium Magazin" verkündet "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann einen sehr interessanten Ansatz: Die "Bild"-Zeitung will künftig verstärkt auf Webvideos setzen und tausende Leserreporter mit einer kostenlosen Videokamera ausstatten. Angedacht ist eine Kooperation mit einem Hersteller, der Videokameras zu einem "sehr günstigen Endpreis" anbietet - sozusagen die "Vokskamera". Diese würde Diekmann dann seinen tausend besten Leserreportern schenken und "damit eine regelrechte Bewegung in Gang setzen", heißt es.


Moderierte Sendungen sind damit künftig tabu: zu teuer und zu wenig genutzt. "Wir wollen kein Fernsehen", so Diekmann, denn die erfolgreichsten Videos auf bild.de seien "user generated" oder von "Bild"-Reportern gemacht.

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