Bild testet ein Politikmagazin ohne klassisch...
 

Bild testet ein Politikmagazin ohne klassische Ressorts

Industrieblick/AdobeStock

Die deutsche "Bild"-Zeitung plant ein wöchentliches Politikmagazin, das im Frühjahr 2019 zunächst in einem Markttest in ausgewählten Regionen Deutschlands in die Kioske kommen soll. "Bild Politik" wolle die "wichtigsten Fragen der Woche stellen - jenseits klassischer Ressorts wie Innen- oder Außenpolitik", kündigte das Medienhaus Axel Springer ("Bild", Welt") Donnerstagabend in Berlin an.

Die deutsche "Bild"-Zeitung plant ein wöchentliches Politikmagazin, das im Frühjahr 2019 zunächst in einem Markttest in ausgewählten Regionen Deutschlands in die Kioske kommen soll. "Bild Politik" wolle die "wichtigsten Fragen der Woche stellen - jenseits klassischer Ressorts wie Innen- oder Außenpolitik", kündigte das Medienhaus Axel Springer ("Bild", Welt") Donnerstagabend in Berlin an.

Die Rubriken sollen "Ärger", "Freude" und "Neugier" heißen und bewusst die Perspektive der Leser aufnehmen. "Gefühle schaffen Fakten", das Blatt wolle die Leser emotional ansprechen, beschrieb "Bild"-Politikchef Nikolaus Blome den Ansatz für die Publikation, hinter der die "Bild"-Redaktion steht. Blome und Springer-Vorstandsreferentin Selma Stern verantworten den Markttest.

Die Idee für die Neuerscheinung hatte die 32-jährige Stern. Sie habe dabei an eine ideale Mischung aus dem britischen "Economist" und der "Bild"-Politikseite gedacht - kompakt und auf den Punkt gebracht. Nach der Testphase werde man entscheiden, ob das Blatt regulär erscheinen soll. Angaben zu Preis und Auflage machte Springer nicht.

Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner sprach von einem "Printmagazin für die Online-Generation". Auch wenn das Medienhaus nun die wöchentliche "Fußball Bild" nach zwei Jahren aus wirtschaftlichen Gründen einstelle - auch angesichts der Digitalisierung wolle Springer immer wieder neue Printprodukte ausprobieren, sagte Döpfner.

In den vergangenen fünf Jahren sei es Axel Springer gelungen, die Nettoreichweite im journalistischen Segment (News Media) auf gut 300 Millionen Lesern mehr als zu verdreifachen, sagte Döpfner. Treiber seien internationale Angebote wie das Wirtschaftsportal "Business Insider" und die Nachrichtenplattform "Upday" gewesen.

In Europa ist "Upday" auf Samsung-Geräten wie Smartphones, Tablets aber auch Kühlschränken vorinstalliert. Der News-Aggregator erreiche mehr als 25 Millionen Nutzer im Monat und werde - so die Prognose - 2019 schwarze Zahlen schreiben.

stats