Bilanz: Axel-Springer-Konzern heuer mit 4 Mil...
 
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Axel-Springer-Konzern heuer mit 4 Milliarden Euro Umsatz

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Der Axel-Springer-Neubau: Zentrale unter anderem für die 'Welt' und die 'Welt am Sonntag'
Der Axel-Springer-Neubau: Zentrale unter anderem für die 'Welt' und die 'Welt am Sonntag'

Konzernchef: Fast dreiviertel Milliarden Euro Gewinn 2021

Der deutsche Axel-Springer-Medienkonzern hat heute starke Bilanzzahlen präsentiert. "Während die meisten Wettbewerber Zukunftsinvestitionen gestoppt haben, haben wir investiert wie nie zuvor. Das Ergebnis ist fast eine dreiviertel Milliarde Gewinn im vergangenen Jahr", sagte Konzernchef und Großaktionär Mathias Döpfner am Montag bei einer Feier zum 80. Geburtstag von Verlegerin Friede Springer in Berlin.


"In diesem Jahr werden wir rund eine Milliarde mehr Umsatz erreichen als 2020", sagte Döpfner weiters. Dies sei in einem Zwei-Jahreszeitraum "das größte Wachstum in der Geschichte des Unternehmens". Details nannte er nicht. Die Konzernerlöse dürften 2022 bei etwa 4 Mrd. Euro liegen.

Herausgeber von 'Bild' und 'Welt'

Im ersten Pandemiejahr 2020 war Springers operativer Gewinn (bereinigtes Ebitda) um 13 Prozent auf 654 Mio. Euro gesunken, der Umsatz war um fast 5 Prozent auf 2,97 Mrd. Euro zurückgegangen. Der Medien- und Technologiekonzern ist Herausgeber der Zeitungen Bild und Welt. Das Unternehmen hat früher als viele andere Branchenfirmen sein Geschäft ins Internet verlagert. Deshalb ist Springer bereits Europas größter Digitalverlag und nimmt nun immer stärker den wichtigen US-Markt ins Visier.

Bei der Festveranstaltung würdigte der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz Bescheidenheit und Bodenhaftung von Friede Springer. Sie habe sich nie in die erste Reihe gedrängt, sei aber nach dem Tode ihres Mannes Axel Springer der Pflicht nie ausgewichen. "So ist durch Ihr Zutun aus einem deutschen Zeitungsverlag ein internationales Medienunternehmen von Weltrang geworden." Die Entscheidungen etwa früh und entschlossen auf digitale Angebote zu setzen, zahlten sich nun aus. "Das ist ein Gewinn, auch für den Medienstandort Deutschland insgesamt", betonte der Kanzler.

Aufgewachsen auf der Nordseeinsel Föhr war Friede Springer zunächst Kindermädchen beim Verleger, später dann seine Frau. Mit dem Tod Axel Springers 1985 sei der Verlag ihre Lebensaufgabe geworden. "Ich war zuerst total überfordert", räumte die Witwe ein. "Ich habe manche Nächte durchgeweint - aber am nächsten Morgen einfach mutig weitergemacht." Das Wichtigste sei damals gewesen, "die Aktienmehrheit wiederzuerlangen, den Kampf gegen Leo Kirch zu gewinnen", erläuterte die 80-Jährige mit Blick auf den früheren Medienunternehmer Kirch. "Ich wollte es Axel beweisen. Aufgeben war keine Option."

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