Bezahlschranken: Paywalls in Zeiten von Coron...
 
Bezahlschranken

Paywalls in Zeiten von Corona

Adobe Stock / Mat Hayward
Die Berichterstattung der 'New York Times' ist kostenlos - allerdings muss man sich registrieren.
Die Berichterstattung der 'New York Times' ist kostenlos - allerdings muss man sich registrieren.

Vor allem immer mehr US-Zeitungen stellen ihre Artikel zur Pandemie gratis zur Verfügung.

 Die Corona-Krise führt dazu, dass immer mehr Medien ihre Paywalls lockern. Allen voran Branchenprimus New York Times stellt seine Berichterstattung zur Pandemie gratis zur Verfügung. Andere US-Medien folgen dem Beispiel oder sind schon davor vorgeprescht: Auch Wall Street Journal, Bloomberg oder The Atlantic machen ihre Berichte über das Virus und dessen Verbreitung Nicht-Abonnenten zugänglich.


In Europa ist man vielerorts zurückhaltender: Der Großteil der deutschen Verlage etwa setzt weiter auf Bezahlschranken – auch für Corona-Artikel. Einen Mittelweg geht die schwedische Tageszeitung Dagens Nyheter DN, wie die Medienwoche berichtet: Ausführlichere Artikel zum Thema sind hinter der Paywall, der Rest ist weiterhin frei zugänglich.

Kostenlose Testphasen in Österreich

Keine Änderung gibt es derzeit bei den meisten Paywalls in Österreich. Presse, Kurier und Kleine Zeitung haben weiterhin zahlreiche Artikel - auch zur Coronakrise - hinter einer Schranke. Allerdings habenviele dieser "Bezahlschranken" eine mehrwöchige kostenlose Testphase. So auch bei der Kleinen Zeitung wie Geschäftsführer Thomas Spann gegenüber dem HORIZONT erklärt: An normalen Tagen hätte man 250 Tester, durch Corona hätte sich diese Zahl verfielfacht. Mehr Umsatz mache man damit nicht.

Ganz ohne Registrierung geht es freilich auch bei der New York Times nicht: Wer kostenlosen Zugriff auf die Coronaberichterstattung haben will, muss sich ebenfalls registrieren.

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