Bewerbungsstart: APA schreibt Geiringer-Stipe...
 
Bewerbungsstart

APA schreibt Geiringer-Stipendium 2022 aus

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Das Ausbildungsprogramm ermöglicht einen Studienaufenthalt am Green College der Universität Oxford und die Teilnahme am exklusiven Journalism Training Programme der Thomson Reuters Foundation. Bewerbungen sind bis 29. April möglich.

Der Studienaufenthalt findet voraussichtlich von Oktober bis Dezember 2022 in Oxford statt (wobei pandemiebedingte Änderungen nach wie vor nicht auszuschließen sind). Das Journalism Training Programme in der britischen Universitätsstadt bietet drei Schwerpunkte: Die Teilnehmer:innen verfassen eine wissenschaftliche Arbeit über ein medienrelevantes Thema ihrer Wahl, besuchen regelmäßig Seminare und gelegentliche Speziallehrveranstaltungen und können persönliche Kontakte zu Vortragenden und Studierenden, Medienfachleuten und Praktikern knüpfen. Darüber hinaus werden Studien-Ausflüge zu großen Medienunternehmen in London sowie zu politischen Einrichtungen unternommen.

Die Ausschreibung richtet sich an Kolleg:innen der gesamten Branche in Österreich. Bewerber:innen für das Geiringer-Stipendium müssen vollberuflich für ein österreichisches Medium tätig sein und auf eine mindestens fünfjährige Erfahrung im Journalismus verweisen können. Gutes Englisch ist ebenfalls Voraussetzung.

Bewerbungen sind bis 29. April 2022 an die Chefredaktion der APA zu richten. Für die Bewerbung nötige Unterlagen sind das ausgefüllte Bewerbungsformular, eine mindestens einseitige Begründung der Bewerbung samt Expose zur geplanten Forschungsarbeit bei der Thomson Reuters Foundation sowie ein Lebenslauf. Die Unterlagen sind in englischer Sprache abzugeben. Chefredakteur und Geschäftsführer der APA treffen eine Vorauswahl, danach erfolgt die endgültige Entscheidung durch ein Komitee der Thomson Reuters Foundation. Die Kosten für den Studienaufenthalt trägt die APA.

Der Namensgeber des Stipendiums, Alfred Geiringer, legte den Grundstein für die Unabhängigkeit der APA seit 1946. Er emigrierte 1938 aus Österreich und kehrte 1945 als Reuters European Editor zurück. Die APA verdankt ihm maßgeblich die Loslösung aus fast einem Jahrhundert staatlicher Bindung und die Transformation zu einer Nachrichtenagentur, die heute allein den Grundsätzen Unabhängigkeit, Zuverlässigkeit und Ausgewogenheit verpflichtet ist. Dank Geiringers Aufbauarbeit zählt die APA heute zur kleinen Gruppe von etwa 20 Agenturen weltweit, die sich im privaten Eigentum der Medien befinden, während die große Mehrzahl der Nachrichtenagenturen, nämlich etwa 90 Prozent, in staatlichem Eigentum oder staatlich kontrolliert ist.

Die APA hat deshalb 2001 beschlossen, unter Geiringers Namen einen Fonds zur journalistischen Weiterbildung einzurichten. Das Stipendium geht an Mitarbeiter:innen von österreichischen Medien sowie der APA selbst. Der bisher letzte Geiringer-Stipendiat war 2021 Klaus Knittelfelder (Kronen Zeitung), der sich in seinem Paper mit "News from a different league: the rise of the digital party press in Austria" auseinandersetzte. Einen Überblick über die bisherigen Fellows sowie deren Forschungsarbeiten zum Download stehen auf der Geiringer-Website zur Verfügung.
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