Betriebsräte der ProSiebenSat.1 AG machen mob...
 

Betriebsräte der ProSiebenSat.1 AG machen mobil

Seit der Übernahme der SBS-Kette seien über 5 Milliarden Euro an Börsenwert vernichtet worden.

Die Betriebsräte der gebeutelten ProSiebenSat.1 AG sehen den TV-Konzern in der größten Krise seit dem Kollaps der Kirch-Gruppe 2002. Aus diesem Grund haben sie sich nun in einem offenen Brief an den Noch-Vorstandsvorsitzenden Guillaume de Posch gewandt. Darin wird der Konzernführung vorgeworfen, seit der Übernahme  der skanidanvischen Senderkette SBS insgesamt 5 Milliarden Euro an Börsenwert vernichtet zu haben. Damit verstoße der Vorstand mit seinem Geschäftsgebaren gegen den „Deutschen Corporate Governance Kodex“. Der Vorstand sei demnach der „Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswertes verpflichtet“.

Am Tag der Kirch-Pleite habe der Aktienkurs 11,22 Euro betragen, am 29. Mai 2003 die Aktie dann ihren bisherigen Tiefpunkt bei 4,10 Euro erreicht. Aktuell notiert das Papier bei 5,40 Euro. Die Aufsichtsräte werfen der Unternehmensleitung vor, den Unternehmenswert zu mindern und sowohl die Kleinaktionäre als auch die Mitarbeiter zu schädigen.




Nach der Übernahme durch KKR und Permira musste der ProSiebenSat1-Konzern die SBS-Kette für 3,3 Milliarden Euro von ihren Eignern übernehmen.

(Quelle: kress)
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