bet-at-home.com-Spot "zensuriert" on air
 

bet-at-home.com-Spot "zensuriert" on air

gantnerundenzi reagiert auf das Werberat-Verbot des bet-at-home-Spots mit schwarzem Balken.- Mit den neuen TV-Spots.

Der umstrittene Spot des Sportwettenanbieters bet-at-home.com gestaltete von der kontakterlosen Werbeagentur, gantnernundenzi, erhitzte seit Beginn der Ausstrahlung die Gemüter. Schließlich reagierte der Werberat (ÖWR) auf den Verstoß gegen die gewaltverbietenden Richtlinien des Selbstkontrollorgans der Branche.

Auf die Aufforderung zum "sofortigen Stopp der Kampagne beziehungweise einen Sujetwechsel" reagierte gantnerundenzi mit einem schwarzen Zensurbalken, der über den laufenden Spot gelegt wird. Darauf steht: "Zu sehen auf www.bet-at-home.com".
Diese Spots sind derzeit im ORF zu sehen. Bei SevenOne Media waren die Buchungen bereits ausgelaufen, IP und ATV haben die wenigen verbleibenden Spots ohne Rücksprache aus dem Programm genommen.

Dazu Werber Markus Enzi: „Als Teil der Werbewirtschaft muss es einem doch zu denken geben, wenn es die Medien nicht der Mühe Wert finden, mit ihren Kunden nach Lösungen zu suchen.“ Enzi weiter: „Die Agentur spricht übrigens in diesem Zusammenhang deshalb von Zensur, da die Kampage ursprünglich ausnahmslos von allen Sendern on Air gebracht wurde. Erst im Schatten des Werberates haben sich einige aus der Deckung begeben. Es bleibt natürlich allen Medien unbenommen, Sujets anzunehmen oder abzulehnen. Aber einen Vertrag nach über einem Monat Laufzeit auf Grund einer nicht rechtsverbindlichen Aufforderung einseitig zu kündigen läuft unserem Rechtsempfinden zuwider."

Was gantnerundenzi wohl freut: Bis dato gibt es insgesamt rund 250.000 Clicks auf die Spots bei youtube.com. Und Jochen Dickinger, CEO von bet-at-home.com: „Die Neuregistrierungen auf bet-at-home.com in ganz Europa zeigen, dass diese Kampagne ein voller Erfolg ist." Dass die Kampagne deutlich unter die Verbotsparagraphen 1.3.1 (Vebot der Ästhetisierung und Verharmlosung von Gewalt) und 1.3.1.1. ("Werbung darf sich keiner gewalttätigen oder gewaltverharmlosenden Sujets bedienen, es dürfen keine Darstellungen erfolgen, die brutales, aggressives Verhalten enthalten oder dazu ermutigen") fallen, ist scheinbar von keiner Bedeutung für das Unternehmen und seine Agentur. Mehr dazu HORIZONT-Kommentar, Stellungnahme Markus Enzi, Urteil des Werbetrates.

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