Bertelsmann's Kampf gegen die Krise
 

Bertelsmann's Kampf gegen die Krise

Nicht nur über Stellenabbau wird bei Bertelsmann nachdedacht, es gibt auch eine Kampfansage an die Werbe-Konkurrenten.

Europas größter Medienkonzern Bertelsmann legt im Kampf gegen die Wirtschaftskrise nach. Nicht nur mit Investitionszurückhaltung wollen die Gütersloher der Rezession begegnen - sondern auch mit einem offensiveren Vorgehen in schrumpfenden Werbemärkten. „Ich will mich nicht am Abgesang auf Werbeerlöse beteiligen, vor allem nicht für Bertelsmann!", sagt Vorstandschef Hartmut Ostrowski im HORIZONT Deutschland-Interview. Der Werbemarkt in Deutschland verfüge über ein Volumen von über 40 Milliarden Euro, so Ostrowski: „Daran hat Bertelsmann nur einen kleinen Anteil, den können wir noch steigern."







Dies will er durch Verdrängungswettbewerb und die Übernahme kleinerer Konkurrenten erreichen. Außerdem denkt er laut über Stellenstreichungen nach: „Wenn sich Geschäfte negativ entwickeln, dann werden Restrukturierungen notwendig", sagt Ostrowski. Und weiter: „Ich habe einen Großteil meines bisherigen Arbeitslebens damit verbracht, Tausende von Arbeitsplät zen zu schaffen. Daher würde es mir wehtun, auch nur einen einzigen Arbeitsplatz abbauen zu müssen. Doch wenn dies notwendig ist, um den Bestand von Geschäftsteilen zu sichern, dann muss man das leider akzeptieren." Bereits vor Wochen hatte Ostrowski alle Mitarbeiter intern dazu aufgerufen, „bereit für Verzicht" zu sein.







(Quelle: horizont.net)
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