Bertelsmann auf Sparkurs
 

Bertelsmann auf Sparkurs

Der Sparkurs von Bertelsmann zeigt erste Wirkungen, dennoch ergab sich aufgrund hoher Sondereinflüsse ein Konzernergebnis von minus 333 Millionen Euro.

"Kostenprogramm der Bertelsmann AG über 900 Millionen Euro zeigt Wirkung" verlautbart der größte europäische Medienkonzern auf seiner Homepage. Nichts desto trotz wurden im ersten Halbjahr 2009 in vielen Ländern rote Zahlen geschrieben. Der Umsatz von Jänner bis Juni '09 ging von 7,7 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2008 auf 7,2 zurück. Das operative Ergebnis sank um fast ein Drittel von 685 Millionen Euro auf 475 Millionen Euro. Damit waren die Rückgänge im zweiten Quartal nicht mehr ganz so stark wie noch zum Jahresauftakt, da ein Kostensenkungsprogramm, das bis Jahresende Einsparungen von mehr als 900 Millionen Euro bringen soll, einen Teil der Rezessionsfolgen abfedern konnte. "Die eingeleiteten Maßnahmen zur Stabilisierung der Kerngeschäfte entfalteten in allen Unternehmensbereichen erste positive Wirkung. Der volle Ergebniseffekt wird im zweiten Halbjahr eintreten", so das Medienunternehmen.







Netto verbuchte Bertelsmann einen Verlust von 333 Millionen Euro nach einem Gewinn von 372 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Hier machten sich Wertberichtigungen, etwa auf das Druckunternehmen Prinovis, bemerkbar, die sich auf 474 Millionen Euro beliefen. Für 2009 rechnet Bertelsmann weiter mit Rückgängen bei Umsatz und operativem Ergebnis. Ob das Jahr mit einem Gewinn abgeschlossen wird, ließ der Konzern weiter offen. "Die Maßnahmenpakete, die im Zuge dieses Programms geschnürt wurden, zeichnen sich durch eine große Bandbreite aus, und sie werden allein in diesem Jahr Einsparungen von mehr als 900 Millionen bringen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann AG, Hartmut Ostrowski, und fügt hinzu: "Wir steuern den werbebedingten Umsatzrückgängen entschlossen entgegen".
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