Bericht: Funkhaus-Verkauf angeblich schon fix
 

Bericht: Funkhaus-Verkauf angeblich schon fix

Flickr/Hans Dinkelberg
Das ORF-Funkhaus in der Argentinierstraße steht zum Verkauf.
Das ORF-Funkhaus in der Argentinierstraße steht zum Verkauf.

Laut der APA soll die Vorarlberger Baugruppe Rhomberg den Zuschlag für das Funkhaus erhalten. Die Genehmigung durch den Stiftungsrat steht allerdings noch aus.

Eigentlich sollte der Käufer des ORF-Funkhauses bis Ende April feststehen. Allerdings informierte ORF-Chef Alexander Wrabetz Mitarbeiter und Öffentlichkeit bereits Ende März darüber, dass sich der Prozess etwas verzögern werde (HORIZONT berichtete). Nun kommt aber offenbar wieder Bewegung in die Sache: Wie die APA berichtet, ist der Verkaufsprozess intern bereits so gut wie entschieden und ein Käufer gefunden.

Demnach soll die Vorarlberger Baugruppe Rhomberg das beste Angebot gemacht haben und daher auch den Zuschlag erhalten. Die APA beruft sich dabei auf ein Schreiben von ORF-Chef Alexander Wrabetz und Finanzdirektor Richard Grasl, dass diese dem Stiftungsrat geschickt hätten. Darin heißt es laut APA: "In den vergangenen Tagen haben wir den Verkauf des Funkhauses in der Argentinierstraße zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. Das renommierte Vorarlberger Bauunternehmen Rhomberg hat das klar beste Angebot gelegt und somit von uns – selbstverständlich vorbehaltlich der Zustimmung des Stiftungsrats – den Zuschlag erhalten." 

Stiftungsrat muss noch zustimmen

Der Stiftungsrat muss dem Verkauf noch zustimmen - passieren soll das bei der nächsten Sitzung am 23. Juni. Bereits drei Tage zuvor, am 20. Juni, steht der Funkhaus-Verkauf auch auf der Tagesordnung  des Finanzausschusses des ORF-Stiftungsrats. Der Beirat der Rhomberg Bau GmbH soll dem Kauf bis Ende dieser Woche zustimmen, so die APA.

"Das Angebot ist finanziell das beste und ermöglicht gleichzeitig die Fortführung der Argentinierstraße als Kulturstandort und die Realisierung eines citynahen 'Hauptstadtbüros'", so Wrabetz und Grasl in ihrem Schreiben an den Stiftungsrat. Zum Kaufpreis wollen die beiden Manager keine Angaben machen. Der Mindestpreis von 18 Millionen Euro soll laut APA aber "weit übertroffen" worden sein. 

Die Details

Wie die Nachrichtenagentur darüber hinaus berichtet, soll Rhomberg die Gesamtliegenschaft in Wien-Wieden ohne den östlich gelegenen Radio-Sendesaal, den mittigen Peichl-Trakt und die westlichen Studios übernehmen. "Kulturtrakt" und Peichl-Trakt verbleiben im Eigentum des ORF. "Somit können das Radiokulturhaus mit dem großen Sendesaal und seinen Nebenflächen sowie die großen Radiostudios und das Hörspielstudio auch in Zukunft für kulturelle Aktivitäten genutzt werden", so Wrabetz und Grasl. 

Hintergrund: Der ORF verkauft das Funkhaus, weil man die Wiener Standorte auf dem Küniglberg zusammenführen will. Ö1 und FM4 übersiedeln ins ORF-Zentrum, das Landesstudio Wien und das künftige Stadtstudio bleiben im Funkhaus. Zuletzt führte der ORF mit insgesamt neun Kauf-Interessenten vertiefte Verhandlungen (HORIZONT berichtete). Zur Erinnerung: Ursprünglich gab es mehr als 30 Interessenten, die sich um die Liegenschaft in der Wiener Argentinierstraße bemühten. Der Verkauf ist eine wichtige Stütze des aktuellen ORF-Budgets
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