Bei Murdochs News Corp bröckeln Abos weg
 

Bei Murdochs News Corp bröckeln Abos weg

Im dritten Geschäftsquartal von Jänner bis März sank der Umsatz um 5 Prozent auf 2,1 Mrd. Dollar (1,5 Mrd. Euro)

Das Verlagsgeschäft von US-Medienmogul Rupert Murdoch leidet weiterhin unter rückläufigen Werbeanzeigen und Abo-Einnahmen. Im dritten Geschäftsquartal von Jänner bis März sank der Umsatz der News Corp um 5 Prozent auf 2,1 Mrd. Dollar (1,5 Mrd. Euro), wie die Firma am späten Donnerstag (Ortszeit) in New York mitteilte. Zum Verlag gehören unter anderem das "Wall Street Journal" sowie die britischen Zeitungen "Sun" und "Times".

Der Gewinn schrumpfte auf unterm Strich 48 Mio. Dollar, nach 323 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Damals hatte jedoch der Verkauf einer Beteiligung das Ergebnis aufgebessert. Bereinigt ging der Gewinn noch um ein Zehntel zurück. Die Anleger hatten mit einem schlechteren Abschneiden gerechnet. Nachbörslich stieg der Kurs.

Murdoch hatte sein Medienimperium im Sommer vergangenen Jahres aufgespalten. Das größere Film- und Fernsehgeschäft ist im Konzern 21st Century Fox untergebracht, der am Tag zuvor über deutlich bessere Geschäfte berichtet hatte. Murdoch ist bei beiden Firmen Hauptaktionär und bei 21st Century Fox auch der Chef. Die Geschäfte bei der News Corp führt allerdings Robert Thomson.

Zur News Corp gehört auch der Buchverlag "Harper Collins". Dieser Zweig war zuletzt einer der Lichtblicke. Murdoch stärkt das Standbein mit dem jüngst angekündigten Zukauf des kanadischen Buchverlags Harlequin, der mit seinen Titeln vor allem Frauen anspricht. Das Geschäft ist 419 Mio. US-Dollar schwer. "Mit der geplanten Übernahme von Harlequin werden wir unsere globale Reichweite erweitern", erklärte News-Corp-Chef Thompson.
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