Bei der Personalentwicklung ist die New Econo...
 

Bei der Personalentwicklung ist die New Economy nicht sehr innovativ

Eine Studie von PricewaterhouseCoopers untersucht das Human Resource-Management von 170 am Neuen Markt notierenden Unternehmen.

Die sogenannte Old Economy ist in manchen Bereichen des Human Resource-Managements um einiges innovativer als die New Economy. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von PricewaterhouseCoopers unter 170 am Frankfurter Neuen Markt notierenden Unternehmen, die mehr als 100 Mitarbeiter aufweisen. Obwohl gerade in der New Economy die Qualifikation von Mitarbeitern ein wichtiger Erfolgsfaktor ist, spielt die Arbeit der Personalabteilung eine untergeordnete Rolle. Aufgaben wie die Administration von Arbeitsverträgen oder Gehaltsabrechnungen werden nicht wie von Unternehmen der Old Economy ausgelagert, sondern meist intern erledigt. "Wenn keine Prioritäten bei der Aufgabenerfüllung gesetzt werden, fehlt Zeit und Kompetenz, um einen nachhaltigen Wert für die Geschäftsergebnisse zu erzielen"; kritisiert Dr. Annette Marschlich, Human Resource-Expertin bei PricewaterhouseCoopers. Ebenfalls unterbewertet ist in der New Economy die strategische Personalentwicklung. "Die Aktivitäten der Personalentwicklung haben insgesamt den Charakter von Einzelmaßnahmen", so die Studie.

Indes wird die New Economy ihrem dynamischen Ruf gerecht: 87 Prozent der befragten Firmen nutzen das Instrument der leistungsorientierten Bezahlung. Ein Drittel der Unternehmen verfügt auch über keine Arbeitszeiterfassung. Allerdings wachse hier das Bedürfnis der Mitarbeiter, die geleisteten Überstunden auszugleichen. Sozialleistungen wie Dienstwagen oder Auszeit-Regelungen (Sabbatical) werden sehr oft als Mittel zur Bindung von wichtigen Mitarbeitern angewendet. (rs)

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