Behörde bremst Gratiszeitungsholding
 

Behörde bremst Gratiszeitungsholding

Wettbewerbsbehörde legt sich gegen Joint-Venture von Styria und Moser Holding quer.

Erst Mitte September gab das Kartellgericht seinen Segen zum  gemeinsamen Gratiswochenzeitungsring von Styria Medien AG ("Woche") und Moser Holding ("Bezirksblätter"). Kurz vor Ende der Einspruchsfrist hat allerdings die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) nun Rekurs gegen den Entscheid des Kartellgerichts in erster Instanz eingelegt.

"Die Mediaprint macht massiv Druck", vermutet Mag. Helmut Schoaß, Geschäftsführer der Styria Wochenzeitungs- und Beteiligungsgesellschaft gegenüber HORIZONT online. Nun müssen sich Moser Holding und Styria mit der zweiten Instanz im Kartellverfahren befassen. Er rechnet mit einem Zeitverlust von etwa zwei Monaten. "Verhindern kann man den Ring nicht mehr", ist Schoaß überzeugt. Der Ring wird Schoaß Angaben zufolge nicht anderen Gratismedien Konkurrenz machen, sondern hat vor allem die "Kronen Zeitung" im Visier.

Mag. Hermann Petz, Vorstandsvorsitzender der Moser Holding, meint: "Wir hatten die aus unserer Sicht berechtigte Hoffnung, dass die BWB keinen Rekurs einlegt." Petz verweist auf ein eindeutiges Expertengutachten und ein eindeutiges Urteil des Kartellgerichts. "Jetzt nehmen wir zur Kenntnis, dass die BWB Rekurs eingelegt hat und warten auf das Urteil der nächsten Instanz. Unser Ziel behalten wir im Auge", sagt Petz.










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