„Be who you are!“
 

„Be who you are!“

Valerie Geller, Autorin von „Beyond Powerful Radio“ hält ein fulminantes Plädoyer, als (Radio-) Moderator authentisch zu sein und sich immer zu fragen: Warum sollte jemand mir zuhören?

„A Communicator´s Guide tot he Internet Age“ lautet der Sub-Titel von Valerie Gellers Standardwerk „Beyond Powerful Radio“ – bei ihrem engagierten Vortrag breitet die New Yorker Beraterin nicht nur ihre “Powerful Communicator Principles“ gekonnt und in eigener Sache „lebendig“ aus, sondern vermittelte dem gespannt lauschenden Auditorium bei ihrem Vortrag „Turn Your Radio On!“, wie schlüssig einfach es sein kann, einem Medium wie Radio seine ganz eigene Funktion zu geben.

Der „Geburtsfehler“ von Radio in den 20er Jahren, analysiert Geller, sei, dass das einzige damals bestehende Medium, die Tageszeitung und deren Stilistik, als Referenz herangezogen wurde: Ansagen und Moderationen als „Verlautbarungen“, mit neutraler Tonalität und gestelzter Sprache. Sei als Moderator im Radio authentisch, sei persönlich. Die klassische journalistische „Objektivität“ sei im Radio zu trocken, abschreckend: Riskiere, spitze zu, spreche mit und zu Deinen Hörern, „take risks“ fordert Geller.

Im Gegensatz zu Print sei die Haltung des – erfolgreichen – Radiomoderators „persönlich“: „Be who you are!“
Radiomoderatoren, die ein treues Publikum versammeln, würden drei plus einem neuen Grundprinzipien beachten, die ihre Zuhörer schätzten: Was interessierte die Menschen am meisten? Jede Art von Hilfestellung, sein Alltagsleben zu bewältigen (das fängt beim Wetter an und geht über die Verkehrsnachrichten weiter…). Dann: Sicherheit und Gesundheit, sagt Geller – erst an dritter käme Geld (wobei, mahnt die Beraterin, es nicht um Geld geht – Geld ist Macht, und der eigentliche Aspekt bei Geld sei: Wer´s ausreichend hat, ist in seinem Leben entscheidungsfähig; wer´s nicht hat, über den wird entschieden).
Schließlich, und das sei in den letzten ein, zwei Jahrzehnten neu in die Welt gekommen: Transformation. „Wie kann Dein Leben morgen besser sein?“
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