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BBC gerät im Missbrauchs-Skandal weiter unter Druck

Sender wird vorgeworfen, den Fall vertuscht zu haben

Die britische Rundfunkanstalt BBC gerät im Missbrauchs-Skandal um einen ihrer früheren Moderatoren immer stärker unter Druck. BBC-Generaldirektor George Entwistle verteidigte das Verhalten des Senders, dem ein Vertuschen des Falles vorgeworfen wird, am Dienstag vor einem Parlamentsausschuss in London. Sobald er vom Ausmaß der mutmaßlichen Taten erfahren habe, habe er die Polizei eingeschaltet und alle nötigen Maßnahmen getroffen, erklärte Entwistle.

Es sei aber ganz klar, dass während der mutmaßlichen Vorfälle in den 1960er und 70er Jahren schwere Fehler gemacht worden seien. Die BBC bedauere dies zutiefst, wiederholte Entwistle eine frühere Entschuldigung des Senders.

Der frühere Moderator und DJ Jimmy Savile ("Top of the Pops") soll unzählige junge Mädchen sexuell missbraucht haben. Dabei soll er auch seine prominente Stellung bei der BBC ausgenutzt haben, und zum Beispiel Mädchen im Studio in seine Kabinen gelockt haben. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet. Savile war vor rund einem Jahr mit 84 gestorben, zu Lebzeiten war er Untersuchungen der Polizei stets entgangen. Seit der Ausstrahlung eines TV-Programms über Savile Anfang Oktober auf dem Sender ITV melden sich fast täglich neue mutmaßliche Opfer.

(APA/dpa)
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