Bayern rüsten Kinos auf
 

Bayern rüsten Kinos auf

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Wie in Österreich haben kleine Kinos auch in Deutschland Probleme, ihre Säle adäquat aufzurüsten.©Deklofenak/Fotolia
Wie in Österreich haben kleine Kinos auch in Deutschland Probleme, ihre Säle adäquat aufzurüsten.©Deklofenak/Fotolia

Digitale Revolution macht Münchens Kinos Schwierigkeiten - Bayern startet ein Sonderprogramm zur flächendeckenden Umrüstung auf 3D.

"Avatar", "Alice im Wunderland", "Kampf der Titanen" - 3D-Blockbuster überschwemmen auch den deutschen Kinomarkt. Für die Zuschauer ein völlig neuer Genuss, bedeutet die Digitalisierung für viele Kinobetreiber immens teure Zusatzinvestitionen. Was für die großen Ketten kein Problem ist, wird für manches kleine Kino zur Existenzfrage. In Hamburg und Berlin gibt es heute schon ein Übergewicht der großen Kino-Ketten und die kleinen Filmtheater verschwinden zusehends aus dem Stadtbild. In München gibt es wegen staatlicher Subventionierung zwar noch eine ganze Reihe an kleinen Kinos, aber auch diese müssen 3D-fit gemacht werden, um weiterhin zu überleben. Rund 100.000 Euro kostet uns die Umrüstung eines Saals auf digital, viel Geld für Lichtspieltheater, die nicht Teil großer Ketten sind.

Als erstes deutsches Bundesland hat Bayern im vergangenen Jahr ein Sonderprogramm zur flächendeckenden Umrüstung auf die digitale Technik gestartet. Bis zu 18.000 Euro Zuschuss pro Leinwand gibt es für Kinobetreiber. Gefördert werden nur Programm- und Filmkunsttheater sowie Kinos mit bis zu sechs Sälen - also keine großen Filmpaläste.

Eine Geschichte zum Thema 3D finden Sie im BESTSELLER 3-4/2010 oder hier als Pdf.



(Quelle: dpa)
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