Barrierefreiheit: ORF zieht Testbetrieb für S...
 
Barrierefreiheit

ORF zieht Testbetrieb für Spracherkennungsprogramm vor

ORF / APA
Am Weltfrauentag stellt der ORF ganz bewusst die Frauen in den Vordergrund.
Am Weltfrauentag stellt der ORF ganz bewusst die Frauen in den Vordergrund.

Aufgrund der zahlreichen Sondersendungen zum Coronavirus setzt der ORF erstmals seine computergesteuerte Spracherkennung zur Untertitelung ein, vorerst allerdings nur in der ORF-TVthek.

Der ORF testet ab sofort ein neues Spracherkennungsprogramm für die Untertitelung von Sondersendungen und Pressekonferenzen zum Thema Coronavirus. Der Testbetrieb war zwar für heuer angesetzt, bei den On-Demand-Angeboten on der ORF-TVthek kommt die neue Technologie allerdings jetzt ab sofort zum Einsatz. Gerade im Zusammenhang mit dem Virus nehme der ORF seine Informationspflicht besonders ernst, daher sei Barrierefreiheit auch hier ein großes Anliegen, sagt Pius Strobl, Verantwortlicher für die Barrierefreiheit im ORF.

Den Bereich Access Service/Untertitelung übernimmt ab sofort Lisa Zuckerstätter, interimistische Leiterin der ORF-THthek. Damit soll erstmals die Verantwortung für Untertitel, Audiodeskription und Österreichische Gebärdensprache unter einem Dach gebündelt werden. „Ich halte es für eine wichtige Maßnahme, die barrierefreien Angebote des ORF um die Corona-Pressekonferenzen zu erweitern. Der ORF leistet damit einen großen Beitrag zur Inklusion von gehörlosen und hörbeeinträchtigten Menschen“, meint Zuckerstätter. Die automatische Spracherkennung ASR (Automatic Speech Recognition) ist eine cloudbasierte Anwendung, die den gesprochenen Text in ein timecodiertes Textfile umwandelt, das für die Ausstrahlung nur mehr der händischen Nachbearbeitung bedarf.
stats