Axel Springer will sich von der Börse zurückz...
 

Axel Springer will sich von der Börse zurückziehen

APA/dpa
Der Medienkonzern will den verbliebenen Aktionären ein Delisting-Angebot unterbreiten.
Der Medienkonzern will den verbliebenen Aktionären ein Delisting-Angebot unterbreiten.

Unternehmen stellte Antrag auf Delisting bei der Frankfurter Börse.

Vergangenes Jahr hatte der Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) 44,9 Prozent der Anteile des Axel-Springer-Konzerns erworben, nun will er ihn von der Börse holen. Dem Medienkonzern gehören unter anderem die deutschen Tageszeitungen Bild und Welt. Es werde bei der Frankfurter Börse ein Antrag auf ein sogenanntes Delisting gestellt, wie das Unternehmen am Donnerstagabend mitteilte. Der US-Investor werde den restlichen Aktionären demnach 63 Euro pro Aktie anbieten. Ein derartiges öffentliches Erwerbsangebot setzt ein Delisting voraus. 

Döpfner und Springer halten noch 45,4 Prozent
 
Der US-Investor KKR werde den Aktionären gemäß einer mit Axel Springer abgeschlossenen Vereinbarung 63 Euro je Aktie anbieten. Der Rückzug von der Börse setze ein vorheriges öffentliches Delisting-Erwerbsangebot voraus, so dass die Aktionäre ihre Aktien vor der Einstellung der Börsennotierung noch veräußern können, hieß es dazu in der Mitteilung. 

Nicht verkaufen wird Friede Springer, Witwe des Verlagsgründers und Vorstandschef Matthias Döpfner, teilte das Unternehmen mit. Beide halten zusammen 45,4 Prozent. Springer will vor allem digital weiter kräftig wachsen. Schon länger hat der Konzern seine Fühler in digitale Rubrikengeschäfte ausgestreckt. 
 

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