Axel Springer kündigte Druckauftrag bei "Fran...
 

Axel Springer kündigte Druckauftrag bei "Frankfurter Rundschau"

Herber Rückschlag für insolvente deutsche Zeitung

Die insolvente deutsche Zeitung "Frankfurter Rundschau" muss einen herben Rückschlag auf dem Weg zu einer Sanierung hinnehmen. Das Medienhaus Axel Springer, das in der verlagseigenen Druckerei der "FR" in Neu-Isenburg Teile der Auflage von "Bild" und "Welt kompakt" sowie von "Bild am Sonntag" und "Welt am Sonntag" drucken ließ, hat den Auftrag zum Jahresende 2012 gekündigt, wie ein Konzernsprecher am Donnerstag in Berlin sagte. Er bestätigte damit einen Bericht von "Spiegel Online".

Axel Springer habe angesichts der Insolvenz von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht. "Wir bedauern diesen Schritt, müssen aber die Produktion unserer Titel sicherstellen", sagte der Sprecher weiter. Der Konzern habe 36 Jahre lang bei der "FR" drucken lassen. Man habe bis zuletzt nach Lösungen gesucht, um den Druckauftrag in Neu-Isenburg zu belassen.

Axel Springer hat die Aufträge nun an die Frankfurter Societäts-Druckerei der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", der Druckerei der türkischsprachigen Zeitung "Hürriyet" sowie der Druckerei des Zeitungskonzerns Ippen in Kassel vergeben.

(APA/dpa)
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