Auszeichnung: Erster deutscher Preis für Flin...
 
Auszeichnung

Erster deutscher Preis für Flinta*-Kommunikation

Screenshot/dpwk.de

Erstmalig werden heuer im Rahmen des Deutschen Preises für Wirtschaftskommunikation die besten Kommunikationskampagnen der DACH-Region ausgezeichnet, die sich an die sogenannten Flinta*-Zielgruppen wenden.

"Flinta* Empowerment Communication" ist eine von acht Preiskategorien des Deutschen Preises für Wirtschaftskommunikation 2022 (DPWK 2022). Flinta*-Kommunikation versteht sich als werblicher Ansatz, der die verschiedenen Teilzielgruppen differenziert aufgreifen, ansprechen und befähigen soll. Die Sonderpreiskategorie des DPWK 2022 umfasst damit Werbe- und PR-Kampagnen, die sich für Gleichberechtigung und gegen sexuelle oder geschlechtliche  Diskriminierung aussprechen.

Flinta* soll die Vorstellungen der traditionellen Geschlechterrollen aufbrechen, indem unterschiedliche Geschlechtsidentitäten sichtbar gemacht und in der Gesellschaft etabliert werden. Dabei stehen die einzelnen Buchstaben für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche Personen, nicht binäre Menschen, Transpersonen und für A-Gender Personen. Der Stern beinhaltet alle Personen, die sich zu Flinta* zugehörig fühlen, aber vorher nicht explizit angesprochen wurden.

Das Konzept soll über die Ansätze des Female Empowerment hinausgehen und so auch Raum für andere Geschlechtsidentitäten gestalten: "Unterrepräsentation betrifft nicht nur Frauen allgemein, sondern alle Flinta*-Personen", so Mari van Dus, Produzentin und Gründerin eines Flinta* Netzwerks. Flinta*- Communication setzt sich zum Beispiel auch für gendergerechte Medizin in der Gesellschaft ein und adressiert so Werbebotschaften an diverse Geschlechtsidentitäten. "Das ändert sich zwar zum Glück in letzter Zeit, aber da ist dennoch viel Arbeit zu leisten", so Dus weiter.

Der DPWK 2022 möchte mit der Preisauszeichnung in der neuen Kategorie diejenigen Kommunikationsarbeiten auszeichnen, die Flinta* Empowerment im Allgemeinen unterstützen und weitergehend ein Denken jenseits etablierter Rollenverständnisse fördern. Lesbische, intergeschlechtliche, Transgender- und Gender-Persönlichkeiten werden zunehmend zu Zielgruppen, die in den Mittelpunkt einer zukunftsorientierten und weltoffenen Kommunikation rücken werden, heißt es in einer Aussendung.
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