Aus für HBO Max?: Warner Bros. Discovery mit ...
 
Aus für HBO Max?

Warner Bros. Discovery mit Quartalsverlust von 3,4 Milliarden Dollar

Игорь Головнёв / adobe.stock.com

Grund sei die Neuordnung sich überschneidender Geschäftsbereiche. Laut Medienberichten könnte nun auch die Marke HBO Max vor dem Aus stehen.

Das durch eine Fusion neu entstandene Medienunternehmen Warner Bros. Discovery Inc hat im zweiten Quartal einen Nettoverlust von 3,4 Milliarden Dollar (3,34 Milliarden Euro) und einen leichten Umsatzrückgang auf 9,83 Milliarden Dollar (9,64 Milliarden Euro) verbucht. Grund sei die Neuordnung sich überschneidender Geschäftsbereiche, teilte der Konzern am Donnerstag mit.


Der Verlust setze sich zusammen aus etwa zwei Milliarden Dollar an Abschreibungen, etwa eine Milliarde US-Dollar an Restrukturierungs- und anderen Kosten sowie 983 Millionen Dollar an Transaktions- und Integrationskosten. Die Aktien des Unternehmens fielen im erweiterten Handel um 3,6 Prozent.

Mehr Streaming-Kund:innen als Ziel

Der Konzern, der zum ersten Mal seit der Fusion Geschäftszahlen vorlegte, hat nach eigenen Angaben 92,1 Millionen Streaming-Video-Abonnent:innen. Reuters hatte bereits früher berichtet, dass das Unternehmen seine Streaming-Strategie reformieren will. Ziel ist es, mehr Kund:innen zu gewinnen. Alle Streaming-Dienste verzeichnen derzeit ein schwächeres Abonnent:innenwachstum und zunehmende Kündigungen. Im April hatten sich das Mediengeschäft des US-Telekomgiganten AT&T und dem US-Medienunternehmen Discovery zusammengeschlossen.

Ende für HBO Max?

Indes wird derzeit über das Ende der Marke HBO Max spekuliert. Nachdem in den vergangenen Wochen der Produktionsstopp für HBO-Max-Originals in Europa Schlagzeilen machte, sorgte diese Woche die Entscheidung für Aufsehen, den für HBO Max abgedrehten und in der Postproduktions-Phase weit fortgeschrittenen, 90 Millionen US-Dollar teuren Film „Bat Girl“ doch nicht zu veröffentlichen. Gleiches gilt für den Animationsfilm „Scoob: Holiday Haunt“. Laut dwdl.de könnte es unter anderem daran liegen, dass der frisch fusionierte Konzern noch bis Mitte August die Möglichkeit hat, Projekte abzuschreiben, ohne dass Verluste in den Büchern des neuen Konzerns auftauchen.

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