AUMA-Messetrend 2001: Mehr Budget für Messen
 

AUMA-Messetrend 2001: Mehr Budget für Messen

Der AUMA-Messetrend, eine repräsentative Befragung deutscher Aussteller, zeigt, dass die Unternehmen auch künftig auf das Medium Messe setzen.

Nach 1999 hat das Emnid-Institut zum zweiten Mal eine Untersuchung zum Messetrend in der deutschen Wirtschaft durchgeführt. Das wichtigste Ergebnis vorweg: Die ausstellende Wirtschaft will deutlich mehr in das Kommunikationsinstrument Messe investieren.


Im Zeitraum 2001/2002 will ein Aussteller in Deutschland durchschnittlich 439.000 DM (rund 3 Millionen Schilling) für Messen ausgeben. Das sind fast 14 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 1999/2000 angegeben wurde. Immerhin 42 Prozent der Unternehmen wollen ihre Etats erhöhen. Davon sind es rund ein Drittel, die ihre Budgets um mehr als 5 Prozent steigern. Knapp 39 Prozent halten ihre Messeetats gleich und nur 19 Prozent wollen sie zurückfahren. AUMA-Geschäftsführer Hermann Kresse: "Das ist ein klares Bekenntnis der Wirtschaft für das Medium Messe, angesichts mancher Unkenrufe, die Messe-Etats würden zugunsten elektronischer Medien reduziert."


Noch eindeutiger ist die Bilanz, wenn man die Aussteller mit über zehn Beteiligungen im Biennium betrachtet: nur 13 Prozent in dieser Gruppe wollen Budgets senken, aber 54 Prozent werden erhöhen.

Die steigenden Investitionen in Messeauftritte fließen im wesentlichen in mehr Fläche, in mehr Standbauqualität, in Personal und Kommunikation. Und nicht in zusätzliche Beteiligungen. Für Messegesellschaften wird also die Stammkunden-Betreuung immer wichtiger. Insgesamt wird die deutsche Wirtschaft im Zeitraum 2001/2002 ein Investitionsvolumen von 27 Milliarden DM (190 Milliarden Schilling) für Messebeteiligungen locker machen.



Der Anteil der Messebudgets am gesamten Kommunikationsetat der Aussteller liegt bei 33,5 Prozent. Demnach können sich Messen in einem insgesamt wachsenden Kommunikationsmarkt gut behaupten. Ein Viertel der befragten Aussteller sehen für sich selbst sogar eine zunehmende Bedeutung des Kommunikationsinstrumentes Messen. Etwa die Hälfte räumt Messen eine konstante Bedeutung im Kommunikations-Mix ein. (spr)

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