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"Aula": Vier Freiheitliche Akademikerverbände wollen weg

APA
FP-Klubobmann Walter Rosenkranz
FP-Klubobmann Walter Rosenkranz

Die "Freiheitlichen Akademikerverbände" Kärnten sowie Wien, Niederösterreich, Burgenland wollen sich aus der rechtsradikalen Zeitschrift "Aula" zurückziehen.

Damit reagieren die FP-nahen Verbände auf das Bemühen der Partei, sich von der Zeitschrift abzugrenzen. Führende Freiheitliche publizieren aber weiter in der Zeitschrift.

Die Aula steht im Besitz der Freiheitlichen Akademikerverbände Steiermark, Oberösterreich, Salzburg, Kärnten sowie Wien, Niederösterreich und Burgenland. Die Zeitschrift fällt immer wieder mit rassistischen und antisemitischen Artikeln auf. So wurden vor Jahren die 1945 aus dem KZ Mauthausen befreiten Häftlinge als "Landplage" und "Kriminelle" bezeichnet. In der aktuellen Mai-Ausgabe wird Österreichs Song-Contest-Teilnehmer Cesar Sampson als "Quotenmohr" verunglimpft.

Obwohl die FP-Spitze gerne ihre Abgrenzung vom Antisemitismus betont, veröffentlichen immer wieder freiheitliche Politiker in der Aula. So beklagt in der aktuellen Ausgabe etwa der steirische Dritte Landtagspräsident Gerhard Kurzmann die "sprachliche Illoyalität der deutschen Eliten".

FP-Klubobmann Walter Rosenkranz kündigt nun an, dass sich der Freiheitliche Akademikerverband Wien, Niederösterreich, Burgenland aus der Aula zurückziehen wird. Er hält derzeit 21,6 Prozent am Verlag. Auch der Kärntner Verband (knapp 9 Prozent) will laut dem Abgeordneten Wendelin Mölzer aussteigen. Kein Ausstieg geplant ist laut Ö1-Morgenjournal vom größten Anteilseigner, dem Freiheitlichen Akademikerverband Steiermark (36,8 Prozent).

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